Jetzt habe ich im letzten Bericht geschrieben, dass unsere Pferde mittlerweile recht strassen- und geländetauglich sind und kaum sind wir 2 Tage unterwegs ist es passiert, dass es den ersten kleineren Unfall gab. Deswegen haben wir heute nochmals einen Ruhetag eingelegt.
Nun, gebe ich euch Bericht:
Wir waren gestern auf dem Weg von Silz nach Rodalben bzw. nach Horbach in der Pfalz. Es fing schon am Morgen damit an, dass Urs Ronny während des Laufens Heu in das Maul geschoben hat und Ronny es dankend angenommen hat, aber leider Urs seinen Zeigefinger voll erwischt hat. Es hat ziemlich geblutet. Beide haben sich sehr erschrocken. Nach kurzen innerlichen fluchen, von Urs seiner Seite her, konnten wir weitergehen. Wir sind dann im Verlaufe des Mittags in Hauenstein, einem etwas grösseren Dorf, angekommen und haben uns prompt verlaufen. Eigentlich wollten wir auf die Hauptstrasse Richtung Münchweiler. Naja, eine Passantin hat uns dann erklärt, wenn wir über die Seitenstrasse gehen würden, würden wir nach einer Weile direkt auf die Hauptstrasse kommen. Das wollten wir auch machen. Auf dieser Seitenstrasse wurden Rohre verlegt. Der Bürgersteig war aber frei. Auf der einen Seite war ein Gartenzaun auf der anderen Seite ein Bauzaun, nicht sehr hoch. Eigentlich kein Problem für unsere Pferde. Mit Mona bin ich vorgegangen. Bis zur Mitter der Baustelle bin ich gekommen, dann ist die Stute mit ihren Packtaschen an den Bauzaun angekommen und es hat einen kurzen Ruck und ein Geschepper gegeben und das Tier hat mich von hinten überrannt. Sie ist im vollen Galopp durch diese "Gasse" gedüst und ich lag erstmal flach auf dem Boden. Meine ersten Gedanken waren: hoffentlich springt sie nicht auf mich drauf" und "was macht Ronny?" Ich habe mich dann aufgerafft und bin der Stute hinterher gehumpelt. Urs hat Ronny festhalten können und hat laut nach Mona gerufen und unseren Begrüssungspfiff gepfiffen. Daraufhin blieb sie stehen und kam ganz aufgeregt zu uns zurückgetrabt. Dem Pferd ist nichts passiert. Sie hat ihr Wanderreithalfter zerissen, eine ihrer Packtaschen lag irgendwo im Strassengraben, ein Hufschuh war so verdreht an ihrem Hinterhuf fixiert, dass ich ihn nicht lösen konnte und den anderen Hufschuh hat Urs in einem Garten 3m vom Bürgersteig wiedergefunden. Die Hufschuhe waren nicht beschädigt.
Bei mir sah es da schon anders aus. Meine linke Körperseite vor allem Ellenbogengelenk und Kniegelenk haben schon sehr gelitten. Das Knie ist relativ schnell angeschwollen und hat einige blutige Stellen und der Arm hat gröbere Schüfwunden und wahrscheinlich im Gelenk eine Prellungen. Jede Berührung tut ziemlich weh. Die Bauarbeiter, die das Missgeschick gesehen haben, haben sich sofort um mich gekümmert und meine Wunden gereinigt. Urs hat in der Zwischenzeit unser Material zusammengesucht und das Halfter von Mona soweit es ging repariert. Wir sind an dem Tag noch ca. 20 km gelaufen. In Rodalben hat uns der Reiter von der Wanderreitstation in Horbach mit seinem Anhänger abgeholt und bei ihm Zuhause wurden wir von seiner Familie ganz herzilich aufgenommen und ich nochmals verarztet.
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