Wir haben unsere Reise abgebrochen und sind nun seit gestern bei meinen Eltern.
Weiteres werde ich in den nächsten Tage bloggen.
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Dienstag, 11. August 2009
Freitag, 7. August 2009
kleiner Unfall
Jetzt habe ich im letzten Bericht geschrieben, dass unsere Pferde mittlerweile recht strassen- und geländetauglich sind und kaum sind wir 2 Tage unterwegs ist es passiert, dass es den ersten kleineren Unfall gab. Deswegen haben wir heute nochmals einen Ruhetag eingelegt.
Nun, gebe ich euch Bericht:
Wir waren gestern auf dem Weg von Silz nach Rodalben bzw. nach Horbach in der Pfalz. Es fing schon am Morgen damit an, dass Urs Ronny während des Laufens Heu in das Maul geschoben hat und Ronny es dankend angenommen hat, aber leider Urs seinen Zeigefinger voll erwischt hat. Es hat ziemlich geblutet. Beide haben sich sehr erschrocken. Nach kurzen innerlichen fluchen, von Urs seiner Seite her, konnten wir weitergehen. Wir sind dann im Verlaufe des Mittags in Hauenstein, einem etwas grösseren Dorf, angekommen und haben uns prompt verlaufen. Eigentlich wollten wir auf die Hauptstrasse Richtung Münchweiler. Naja, eine Passantin hat uns dann erklärt, wenn wir über die Seitenstrasse gehen würden, würden wir nach einer Weile direkt auf die Hauptstrasse kommen. Das wollten wir auch machen. Auf dieser Seitenstrasse wurden Rohre verlegt. Der Bürgersteig war aber frei. Auf der einen Seite war ein Gartenzaun auf der anderen Seite ein Bauzaun, nicht sehr hoch. Eigentlich kein Problem für unsere Pferde. Mit Mona bin ich vorgegangen. Bis zur Mitter der Baustelle bin ich gekommen, dann ist die Stute mit ihren Packtaschen an den Bauzaun angekommen und es hat einen kurzen Ruck und ein Geschepper gegeben und das Tier hat mich von hinten überrannt. Sie ist im vollen Galopp durch diese "Gasse" gedüst und ich lag erstmal flach auf dem Boden. Meine ersten Gedanken waren: hoffentlich springt sie nicht auf mich drauf" und "was macht Ronny?" Ich habe mich dann aufgerafft und bin der Stute hinterher gehumpelt. Urs hat Ronny festhalten können und hat laut nach Mona gerufen und unseren Begrüssungspfiff gepfiffen. Daraufhin blieb sie stehen und kam ganz aufgeregt zu uns zurückgetrabt. Dem Pferd ist nichts passiert. Sie hat ihr Wanderreithalfter zerissen, eine ihrer Packtaschen lag irgendwo im Strassengraben, ein Hufschuh war so verdreht an ihrem Hinterhuf fixiert, dass ich ihn nicht lösen konnte und den anderen Hufschuh hat Urs in einem Garten 3m vom Bürgersteig wiedergefunden. Die Hufschuhe waren nicht beschädigt.
Bei mir sah es da schon anders aus. Meine linke Körperseite vor allem Ellenbogengelenk und Kniegelenk haben schon sehr gelitten. Das Knie ist relativ schnell angeschwollen und hat einige blutige Stellen und der Arm hat gröbere Schüfwunden und wahrscheinlich im Gelenk eine Prellungen. Jede Berührung tut ziemlich weh. Die Bauarbeiter, die das Missgeschick gesehen haben, haben sich sofort um mich gekümmert und meine Wunden gereinigt. Urs hat in der Zwischenzeit unser Material zusammengesucht und das Halfter von Mona soweit es ging repariert. Wir sind an dem Tag noch ca. 20 km gelaufen. In Rodalben hat uns der Reiter von der Wanderreitstation in Horbach mit seinem Anhänger abgeholt und bei ihm Zuhause wurden wir von seiner Familie ganz herzilich aufgenommen und ich nochmals verarztet.
Nun, gebe ich euch Bericht:
Wir waren gestern auf dem Weg von Silz nach Rodalben bzw. nach Horbach in der Pfalz. Es fing schon am Morgen damit an, dass Urs Ronny während des Laufens Heu in das Maul geschoben hat und Ronny es dankend angenommen hat, aber leider Urs seinen Zeigefinger voll erwischt hat. Es hat ziemlich geblutet. Beide haben sich sehr erschrocken. Nach kurzen innerlichen fluchen, von Urs seiner Seite her, konnten wir weitergehen. Wir sind dann im Verlaufe des Mittags in Hauenstein, einem etwas grösseren Dorf, angekommen und haben uns prompt verlaufen. Eigentlich wollten wir auf die Hauptstrasse Richtung Münchweiler. Naja, eine Passantin hat uns dann erklärt, wenn wir über die Seitenstrasse gehen würden, würden wir nach einer Weile direkt auf die Hauptstrasse kommen. Das wollten wir auch machen. Auf dieser Seitenstrasse wurden Rohre verlegt. Der Bürgersteig war aber frei. Auf der einen Seite war ein Gartenzaun auf der anderen Seite ein Bauzaun, nicht sehr hoch. Eigentlich kein Problem für unsere Pferde. Mit Mona bin ich vorgegangen. Bis zur Mitter der Baustelle bin ich gekommen, dann ist die Stute mit ihren Packtaschen an den Bauzaun angekommen und es hat einen kurzen Ruck und ein Geschepper gegeben und das Tier hat mich von hinten überrannt. Sie ist im vollen Galopp durch diese "Gasse" gedüst und ich lag erstmal flach auf dem Boden. Meine ersten Gedanken waren: hoffentlich springt sie nicht auf mich drauf" und "was macht Ronny?" Ich habe mich dann aufgerafft und bin der Stute hinterher gehumpelt. Urs hat Ronny festhalten können und hat laut nach Mona gerufen und unseren Begrüssungspfiff gepfiffen. Daraufhin blieb sie stehen und kam ganz aufgeregt zu uns zurückgetrabt. Dem Pferd ist nichts passiert. Sie hat ihr Wanderreithalfter zerissen, eine ihrer Packtaschen lag irgendwo im Strassengraben, ein Hufschuh war so verdreht an ihrem Hinterhuf fixiert, dass ich ihn nicht lösen konnte und den anderen Hufschuh hat Urs in einem Garten 3m vom Bürgersteig wiedergefunden. Die Hufschuhe waren nicht beschädigt.
Bei mir sah es da schon anders aus. Meine linke Körperseite vor allem Ellenbogengelenk und Kniegelenk haben schon sehr gelitten. Das Knie ist relativ schnell angeschwollen und hat einige blutige Stellen und der Arm hat gröbere Schüfwunden und wahrscheinlich im Gelenk eine Prellungen. Jede Berührung tut ziemlich weh. Die Bauarbeiter, die das Missgeschick gesehen haben, haben sich sofort um mich gekümmert und meine Wunden gereinigt. Urs hat in der Zwischenzeit unser Material zusammengesucht und das Halfter von Mona soweit es ging repariert. Wir sind an dem Tag noch ca. 20 km gelaufen. In Rodalben hat uns der Reiter von der Wanderreitstation in Horbach mit seinem Anhänger abgeholt und bei ihm Zuhause wurden wir von seiner Familie ganz herzilich aufgenommen und ich nochmals verarztet.
Dienstag, 4. August 2009
neue Erzählungen
12. Tag
Den Pferden hat der Tag Pause gut getan. Sie laufen wieder motiviert los. Mona wäre zwar noch gerne etwas länger geblieben. Sie wiehert jedem Pferd, welches sie auf dem Weg sieht hinterher. Wir wollten hinter dem Hof eigentlich wieder auf den Westweg treffen, hatten aber doch so einige Probleme diesen zu finden. Da Urs und ich manchmal unterschiedliche Lösungsstrategien haben, führte dies zu einer etwas kräftigeren Auseinandersetzung. Es herrschte danach erstma für etwas mehr als 1 Stunde Funkstille. Das tat uns allen aber auch mal gut. :-).
Auf dem Weg nach St. Märgen haben wir irgendwann mal einen etwas "durchgeknallten" Engländer getroffen. Er war seit 4 Monaten in Deutschland um Deutsch zu lerenen und dann mal in nächster Zeit einen Job hier anzufangen. Er wäre sehr offen für alles und würde auch Müll aufsammeln gehen. Wenn man ihm dieses auch entsprechend bezahlen würde. Er könnte sich auch vorstellen ein Projekt in dieser Richtung aufzubauen. Von Wirtschaftskrise schien der Mann scheinbar noch nichts gehört zu haben. Urs und ich haben uns jedenfalls köstlich amüsiert.
In St. Märgen sind wir auf einen Hof untergekommen, der ansich sehr schön war, nur hatte Urs ein grosses Problem, dass der Stall nachts abgeschlossen wurde und wir keinen Zutritt hatten. Er ist wie ein nervöser Hahn durch das Zimmer gelaufen und hat immer wieder geschimpft. Ich war zu müde um darauf reagieren zu können.
13. Tag
Der Weg nach Schwarzbachbach war ungefähr so: bergle uff - bergle ab. Wir sind durch schöne Bauerntäler gelaufen und haben es einfach genossen zu schauen. In einem kleinen Ort wurden wir von 3 Kindern entdeckt, die uns eine zeitlang mit dem Fahrrad begleiteten. Das eine Mädchen meinte, sie könnte schon mit uns mitfahren. Da Samstag sei bräuchten sie erst um 21 Uhr ins Bett. Es war gerade 13.30 Uhr. Und sie sind uns Gottseidank nicht so weit gefolgt. Sonst hätte ich das Gefühl gehabt ich wäre der Rattenfänger von Hameln (im übertragenden Sinne)
14. Tag
Heute haben wir unterwegs sehr viele Senioren getroffen. Urs hat ihnen immer wieder die gleiche Geschichte von unserer Hochzeitsreise erzählt. Sie hatten immer wieder die grösste Freude an dieser Geschichte und haben uns immer alles Gute gewünscht. Mich hat es ja irgendwann mal etwas genervt, weil wir nicht wirklich vorwärts kamen.
Heute viel mir mal wieder auf, dass es im Schwarzwald sehr viele Heidelbeersträucher mit reifen Früchten und Himbeersträucher gab. Und keiner hat sie geflückt.
Wir hatten an diesem Tag das erste mal eine heikle Stelle die wir überwinden mussten. Ein dicker Baumstamm hat an einem steilen Abhang den Weg versperrt. Mit etwas sägen und geschicktes drumherum manöverieren haben wir es geschafft, dass wir weiterlaufen konnten. Die Pferde haben es ganz cool genommen.
15. Tag
Die letzte Nacht haben wir auf einem Pferdehof übernachtet. Uns Menschen hat es sehr gut gefallen. Die Tiere konnten auf einem begrasten Padock übernachten. Sie waren nicht so begeistert. Dementsprechend haben sie auch gewütet. Den Heuballen haben sie dermassen auseinandergenommen, dass er überall verteilt war und überall waren Pferdeäpfel drauf verteilt. Die Sträucher rundherum haben sie auch traktiert. Ich habe mich ja ein kleinwenig geschämt. Der Weg ansich war heute anstrengend wir mussten ca. 3/4 Std. bergauf bei enormer Hitze und prallen Sonnenschein laufen. Dank morgendlicher Müsliration haben die Pferde die Strecke recht spritzig gemeistert. Bis wir einen Brunnen erreichten, den sie ziemlich leergesoffen haben, so dass es eine viertel Stunde dauerte bis dieser wieder voll war.
16. Tag
Es war heute ein frustrierender TAg. Es ging einfach nicht vorwärts. Zwischenziel war das Hotel Alexanderschanze. Aber irgendwie kam die einfach nicht näher. Um 10 Uhr sind wir losgegangen und um 17 Uhr waren wir dann mal da. Angeblich sollte die Strecke nur 17.5 km lang sein. Als wir an dieser dämlichen Alexanderschanze angekommen sind, mussten wir feststellen, dass dieses Hotel so etwas von heruntergekommen und verfallen war, dass beschlossen weiter zu gehen. Nur leider gab es auf den nächsten 15 km keine weitere Übernachtungsgelegenheit mit zwei Pferden. Auf der Passhöhe Zuflucht stand zwar eine riesige Jugendherberge - aber geschlossen. Weiter wollten wir nicht mehr - es war zwischenzeitlich schon 19 Uhr. Also haben wir beschlossen, wild zu campieren. Die Pferde wurden zwischen Bäumen eingezäunt und wir haben unser Zelt an einer wunderschönen geschützen Stelle aufgebaut. Zwei Hobbymodelflieger haben Urs schnell zum nächsten Brunnen gefahren, damit wir und die Pferde Wasser hatten.
17. Tag
Wir sind an diesem Morgen früh fertig geworden und konnten zügig loslaufen. Diesmal ging es gut voran. die ersten 12 km haben wir in etwas weniger als 3 Stunden geschafft. Dann gab es für uns alle erstmal eine einstündige Mittagspause. Danach ging es frohen Gemütes auf einem Höhenweg mit wunderschönen Aussichtspunkten bis zum Mummelsee weiter. Von dort sind wir herunter auf Seebach und haben dort eine schöne Unterkunft auf einem Ferienhof gefunden. Wir haben einen sehr lustigen Abend mit anderen Feriengästen verbracht.
18. Tag
Wir kommen erst sehr spät vom Gasthof weg. Mona hat ein wundes Ohr. Ich beobachte es den TAg über und stelle fest, dass es ihr etwas zu schaffen macht. Sie schüttel viel den Kopf und lässt sich von mir dankend hinter dem Ohr rubbeln. Unterwegs sind wir mal wieder im Lidl einkaufen gegangen. Es hat sich so ergeben, dass dies unser Stammladen geworden ist. Sie haben grosse Parkplätze an denen man gut die Pferde anbinden kann. Wir haben irgendwann mal den Tipp bekommen, dass es in Achern einen Reitverein gibt, bei dem man die Pferde für eine Nacht unterstellen könnte. Dort sind wir hingelaufen. Wir wurden auch freundlich empfangen und man stellte uns eine Wiese zu Verfügung obwohl ich nach Boxen gefragt hatte. Die Wiese war ziemlich abgefressen und von den dämlichen Kribbelmücken wimmelte es nur so. Ich bin nochmal zu der entsprechenden Person gegangen und habe gesagt, dass ich meine Pferde nicht auf diese Wiese stelle, die werden nur verstochen. Daraufhin durften Urs und ich zwei Boxen in einem kleinen Verschlag ausräumen und einstreuen. Ronny fand seine Box nicht so übel - Mona wirkte mit ihrem "Schlappohr" etwas unglücklich. Urs und ich konnten in einem schon aufgestellten Feldzelt übernachten. Grundsätzlich haben Urs und ich uns nicht wohlgefühlt dort. Es wirkte alles so elitär und keiner wollte sich wirklich mit uns unterhalten. An den Boxen der anderen Pferde stand immer wieder "vorsichtig bissig" oder "es ist verboten hier ein anderes Pferd anzubinden".
19. Tag
Am morgen haben wir nochmals Mona ihr Ohr inspiziert und mussten sagen, dass es nicht gut aussah. Wir haben einen Tierarzt kommen lassen. Dieser war sehr freundlich und hat uns eine Salbe und einen Mückenstick dagelassen und gleichzeitig unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit vorgeschlagen. Und am Ende unsere Pferde gelobt, dass sie so Nervenstark seien. Sie haben sich nämlich nicht gerührt, als Bundeswehrangehörige ein weiteres Feldzelt direkt neben ihnen aufgebaut haben.
Der Weg führte uns heute über viele Feldwege im Zickzack nach Rheinhausen. Dort haben wir Menschen getroffen, die gerade Haflinger von der Weide geholt haben und uns spontan angeboten haben bei ihnen zu übernachten. Wir haben das Angebot angenommen.Als wir so von unseren heutigen Problemen berichtet haben, haben wir spontan zwei Ohrenkappen (wir nennen sie Zipfelmützen) für die Pferde bekommen. Die Pferde sind sehr gut verpflegt worden. Man hat sogar die Plastiklamellen von der Boxentür entfernt, damit die Tiere aus der Box schauen können.
20. Tag
Unsere Pferde waren morgens friedlich und erholt. Das Wetter war schon am morgen schön und heiss. Und es sollte im Verlaufe des TAges ca. 32 Grad warm werden. Wir haben uns auf den Weg zum Rhein gemacht und wurden in Greffern spontan von einem Ehepaar zu einem Getränk eingeladen. Die Pferde haben aus Nachbarsgarten jeder einen Apfel bekommen. (Aussage der Frau: "Ingried ist gerade in den Ferien - da hängen die Äpfel eh nur so herum.") Danach ging es dann endlich auf den Rheindamm - 15km lang. Es war brütend heiss. Die Pferde wollten aber kein Wasser aus dem Rhein trinken. Er war ihnen wohl zu dreckig. Irgendwann kamen wir in Iffezheim an der Staustufe an. Urs und ich mussten Lagebesprechung machen. Mona ging es körperlich nicht so gut. Sie bekam schwer Luft. Wir entschlossen uns nach einigen Überlegungen zur Tierklinik Iffezheim zu gehen. Dort wollten wir die Nacht vorher schon übernachten und sie wurde uns vom Tierarzt empfohlen. Mona ging es zwischenzeitlich wieder sehr gut. Und in der Tierklinik haben sie zwei noble Boxen bekommen und wurden gut verpflegt. Der Futtermeister dort hat uns dann nochmals unterstützt den Pferden ruhig am Tag 2 kg Hafer oder Kraftfutter zu geben. Wir selber durften uns noch die Pferdeklinik und deren Patienten anschauen. Es war sehr interessant. Und obwohl es traurige Umstände waren, dass die verletzten Pferde dort stehen, war es eine ganz friedliche Stimmung dort.
21. Tag
Das Wetter war an dem Tag regnerisch und frisch. Eine wahre Wohltat im Vergleich zum Vortag. Beim Putzen im Stall konnten Urs und ich Radio hören. Wir haben es extrem genossen. Nach 45 Min. laufen haben wir die französische Grenze überschritten und sind erstmal prompt auf den falschen DAmm gelaufen, so dass wir nach 2,5 km in eine Sackgasse gelaufen sind und alles wieder zurück mussten. Ich war verrückt auf alle Angler an denen wir vorbei gelaufen sind und die uns nicht gesagt haben, dass es eine Sackgasse ist. Auf dem richtigen Weg angekommen konnten wir zügig vorangehen. Unterwegs haben wir zwei ältere Herren getroffen, die ganz begeistert von unserer Reise waren und uns spontan zu einem Mittagessen eingeladen haben.
22. Tag
Der Übernachtungshof der letzten Nacht war vom Preisleistungsverhältnis her eine Katastrophe. Aber gut man bleibt ja nur eine Nacht. Der Hof selber war das reinste Chaos. Und das mit 200 Pferden. Ich weiss nicht was ich davon halten sollte.
Der Weg war heute sehr langweilig eigentlich immer nur gerade aus Richtung norden. Die Landschaft hat sich gerade mal zwei mal verändert. Erst war alles von Agrarwirtschaft gekennzeichnet und danach sind wir 7,5 km einfach nur gerade durch einen Wald gelaufen und danach sind wir durch Dörfer gelaufen. Die einzige regelmässige Abwechslung waren nur die saublöden Bremen und Mücken.
Wir haben unterwegs noch eine Familie getroffen, die ebenfalls vor mehreren Jahren einen Hochzeitswanderritt an den Bodensee gemacht hat. Sie haben sich mittlerweile einen kleinen Stall mit Halle, Boxen, Wiesen und eigenem Haus und natürlich mehreren Pferden aufgebaut. Es war ein schöner Stall.
23. Tag.
Heute ist Ruhetag in Oberottenbach und in Bad Bergzabern.
Den Pferden hat der Tag Pause gut getan. Sie laufen wieder motiviert los. Mona wäre zwar noch gerne etwas länger geblieben. Sie wiehert jedem Pferd, welches sie auf dem Weg sieht hinterher. Wir wollten hinter dem Hof eigentlich wieder auf den Westweg treffen, hatten aber doch so einige Probleme diesen zu finden. Da Urs und ich manchmal unterschiedliche Lösungsstrategien haben, führte dies zu einer etwas kräftigeren Auseinandersetzung. Es herrschte danach erstma für etwas mehr als 1 Stunde Funkstille. Das tat uns allen aber auch mal gut. :-).
Auf dem Weg nach St. Märgen haben wir irgendwann mal einen etwas "durchgeknallten" Engländer getroffen. Er war seit 4 Monaten in Deutschland um Deutsch zu lerenen und dann mal in nächster Zeit einen Job hier anzufangen. Er wäre sehr offen für alles und würde auch Müll aufsammeln gehen. Wenn man ihm dieses auch entsprechend bezahlen würde. Er könnte sich auch vorstellen ein Projekt in dieser Richtung aufzubauen. Von Wirtschaftskrise schien der Mann scheinbar noch nichts gehört zu haben. Urs und ich haben uns jedenfalls köstlich amüsiert.
In St. Märgen sind wir auf einen Hof untergekommen, der ansich sehr schön war, nur hatte Urs ein grosses Problem, dass der Stall nachts abgeschlossen wurde und wir keinen Zutritt hatten. Er ist wie ein nervöser Hahn durch das Zimmer gelaufen und hat immer wieder geschimpft. Ich war zu müde um darauf reagieren zu können.
13. Tag
Der Weg nach Schwarzbachbach war ungefähr so: bergle uff - bergle ab. Wir sind durch schöne Bauerntäler gelaufen und haben es einfach genossen zu schauen. In einem kleinen Ort wurden wir von 3 Kindern entdeckt, die uns eine zeitlang mit dem Fahrrad begleiteten. Das eine Mädchen meinte, sie könnte schon mit uns mitfahren. Da Samstag sei bräuchten sie erst um 21 Uhr ins Bett. Es war gerade 13.30 Uhr. Und sie sind uns Gottseidank nicht so weit gefolgt. Sonst hätte ich das Gefühl gehabt ich wäre der Rattenfänger von Hameln (im übertragenden Sinne)
14. Tag
Heute haben wir unterwegs sehr viele Senioren getroffen. Urs hat ihnen immer wieder die gleiche Geschichte von unserer Hochzeitsreise erzählt. Sie hatten immer wieder die grösste Freude an dieser Geschichte und haben uns immer alles Gute gewünscht. Mich hat es ja irgendwann mal etwas genervt, weil wir nicht wirklich vorwärts kamen.
Heute viel mir mal wieder auf, dass es im Schwarzwald sehr viele Heidelbeersträucher mit reifen Früchten und Himbeersträucher gab. Und keiner hat sie geflückt.
Wir hatten an diesem Tag das erste mal eine heikle Stelle die wir überwinden mussten. Ein dicker Baumstamm hat an einem steilen Abhang den Weg versperrt. Mit etwas sägen und geschicktes drumherum manöverieren haben wir es geschafft, dass wir weiterlaufen konnten. Die Pferde haben es ganz cool genommen.
15. Tag
Die letzte Nacht haben wir auf einem Pferdehof übernachtet. Uns Menschen hat es sehr gut gefallen. Die Tiere konnten auf einem begrasten Padock übernachten. Sie waren nicht so begeistert. Dementsprechend haben sie auch gewütet. Den Heuballen haben sie dermassen auseinandergenommen, dass er überall verteilt war und überall waren Pferdeäpfel drauf verteilt. Die Sträucher rundherum haben sie auch traktiert. Ich habe mich ja ein kleinwenig geschämt. Der Weg ansich war heute anstrengend wir mussten ca. 3/4 Std. bergauf bei enormer Hitze und prallen Sonnenschein laufen. Dank morgendlicher Müsliration haben die Pferde die Strecke recht spritzig gemeistert. Bis wir einen Brunnen erreichten, den sie ziemlich leergesoffen haben, so dass es eine viertel Stunde dauerte bis dieser wieder voll war.
16. Tag
Es war heute ein frustrierender TAg. Es ging einfach nicht vorwärts. Zwischenziel war das Hotel Alexanderschanze. Aber irgendwie kam die einfach nicht näher. Um 10 Uhr sind wir losgegangen und um 17 Uhr waren wir dann mal da. Angeblich sollte die Strecke nur 17.5 km lang sein. Als wir an dieser dämlichen Alexanderschanze angekommen sind, mussten wir feststellen, dass dieses Hotel so etwas von heruntergekommen und verfallen war, dass beschlossen weiter zu gehen. Nur leider gab es auf den nächsten 15 km keine weitere Übernachtungsgelegenheit mit zwei Pferden. Auf der Passhöhe Zuflucht stand zwar eine riesige Jugendherberge - aber geschlossen. Weiter wollten wir nicht mehr - es war zwischenzeitlich schon 19 Uhr. Also haben wir beschlossen, wild zu campieren. Die Pferde wurden zwischen Bäumen eingezäunt und wir haben unser Zelt an einer wunderschönen geschützen Stelle aufgebaut. Zwei Hobbymodelflieger haben Urs schnell zum nächsten Brunnen gefahren, damit wir und die Pferde Wasser hatten.
17. Tag
Wir sind an diesem Morgen früh fertig geworden und konnten zügig loslaufen. Diesmal ging es gut voran. die ersten 12 km haben wir in etwas weniger als 3 Stunden geschafft. Dann gab es für uns alle erstmal eine einstündige Mittagspause. Danach ging es frohen Gemütes auf einem Höhenweg mit wunderschönen Aussichtspunkten bis zum Mummelsee weiter. Von dort sind wir herunter auf Seebach und haben dort eine schöne Unterkunft auf einem Ferienhof gefunden. Wir haben einen sehr lustigen Abend mit anderen Feriengästen verbracht.
18. Tag
Wir kommen erst sehr spät vom Gasthof weg. Mona hat ein wundes Ohr. Ich beobachte es den TAg über und stelle fest, dass es ihr etwas zu schaffen macht. Sie schüttel viel den Kopf und lässt sich von mir dankend hinter dem Ohr rubbeln. Unterwegs sind wir mal wieder im Lidl einkaufen gegangen. Es hat sich so ergeben, dass dies unser Stammladen geworden ist. Sie haben grosse Parkplätze an denen man gut die Pferde anbinden kann. Wir haben irgendwann mal den Tipp bekommen, dass es in Achern einen Reitverein gibt, bei dem man die Pferde für eine Nacht unterstellen könnte. Dort sind wir hingelaufen. Wir wurden auch freundlich empfangen und man stellte uns eine Wiese zu Verfügung obwohl ich nach Boxen gefragt hatte. Die Wiese war ziemlich abgefressen und von den dämlichen Kribbelmücken wimmelte es nur so. Ich bin nochmal zu der entsprechenden Person gegangen und habe gesagt, dass ich meine Pferde nicht auf diese Wiese stelle, die werden nur verstochen. Daraufhin durften Urs und ich zwei Boxen in einem kleinen Verschlag ausräumen und einstreuen. Ronny fand seine Box nicht so übel - Mona wirkte mit ihrem "Schlappohr" etwas unglücklich. Urs und ich konnten in einem schon aufgestellten Feldzelt übernachten. Grundsätzlich haben Urs und ich uns nicht wohlgefühlt dort. Es wirkte alles so elitär und keiner wollte sich wirklich mit uns unterhalten. An den Boxen der anderen Pferde stand immer wieder "vorsichtig bissig" oder "es ist verboten hier ein anderes Pferd anzubinden".
19. Tag
Am morgen haben wir nochmals Mona ihr Ohr inspiziert und mussten sagen, dass es nicht gut aussah. Wir haben einen Tierarzt kommen lassen. Dieser war sehr freundlich und hat uns eine Salbe und einen Mückenstick dagelassen und gleichzeitig unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit vorgeschlagen. Und am Ende unsere Pferde gelobt, dass sie so Nervenstark seien. Sie haben sich nämlich nicht gerührt, als Bundeswehrangehörige ein weiteres Feldzelt direkt neben ihnen aufgebaut haben.
Der Weg führte uns heute über viele Feldwege im Zickzack nach Rheinhausen. Dort haben wir Menschen getroffen, die gerade Haflinger von der Weide geholt haben und uns spontan angeboten haben bei ihnen zu übernachten. Wir haben das Angebot angenommen.Als wir so von unseren heutigen Problemen berichtet haben, haben wir spontan zwei Ohrenkappen (wir nennen sie Zipfelmützen) für die Pferde bekommen. Die Pferde sind sehr gut verpflegt worden. Man hat sogar die Plastiklamellen von der Boxentür entfernt, damit die Tiere aus der Box schauen können.
20. Tag
Unsere Pferde waren morgens friedlich und erholt. Das Wetter war schon am morgen schön und heiss. Und es sollte im Verlaufe des TAges ca. 32 Grad warm werden. Wir haben uns auf den Weg zum Rhein gemacht und wurden in Greffern spontan von einem Ehepaar zu einem Getränk eingeladen. Die Pferde haben aus Nachbarsgarten jeder einen Apfel bekommen. (Aussage der Frau: "Ingried ist gerade in den Ferien - da hängen die Äpfel eh nur so herum.") Danach ging es dann endlich auf den Rheindamm - 15km lang. Es war brütend heiss. Die Pferde wollten aber kein Wasser aus dem Rhein trinken. Er war ihnen wohl zu dreckig. Irgendwann kamen wir in Iffezheim an der Staustufe an. Urs und ich mussten Lagebesprechung machen. Mona ging es körperlich nicht so gut. Sie bekam schwer Luft. Wir entschlossen uns nach einigen Überlegungen zur Tierklinik Iffezheim zu gehen. Dort wollten wir die Nacht vorher schon übernachten und sie wurde uns vom Tierarzt empfohlen. Mona ging es zwischenzeitlich wieder sehr gut. Und in der Tierklinik haben sie zwei noble Boxen bekommen und wurden gut verpflegt. Der Futtermeister dort hat uns dann nochmals unterstützt den Pferden ruhig am Tag 2 kg Hafer oder Kraftfutter zu geben. Wir selber durften uns noch die Pferdeklinik und deren Patienten anschauen. Es war sehr interessant. Und obwohl es traurige Umstände waren, dass die verletzten Pferde dort stehen, war es eine ganz friedliche Stimmung dort.
21. Tag
Das Wetter war an dem Tag regnerisch und frisch. Eine wahre Wohltat im Vergleich zum Vortag. Beim Putzen im Stall konnten Urs und ich Radio hören. Wir haben es extrem genossen. Nach 45 Min. laufen haben wir die französische Grenze überschritten und sind erstmal prompt auf den falschen DAmm gelaufen, so dass wir nach 2,5 km in eine Sackgasse gelaufen sind und alles wieder zurück mussten. Ich war verrückt auf alle Angler an denen wir vorbei gelaufen sind und die uns nicht gesagt haben, dass es eine Sackgasse ist. Auf dem richtigen Weg angekommen konnten wir zügig vorangehen. Unterwegs haben wir zwei ältere Herren getroffen, die ganz begeistert von unserer Reise waren und uns spontan zu einem Mittagessen eingeladen haben.
22. Tag
Der Übernachtungshof der letzten Nacht war vom Preisleistungsverhältnis her eine Katastrophe. Aber gut man bleibt ja nur eine Nacht. Der Hof selber war das reinste Chaos. Und das mit 200 Pferden. Ich weiss nicht was ich davon halten sollte.
Der Weg war heute sehr langweilig eigentlich immer nur gerade aus Richtung norden. Die Landschaft hat sich gerade mal zwei mal verändert. Erst war alles von Agrarwirtschaft gekennzeichnet und danach sind wir 7,5 km einfach nur gerade durch einen Wald gelaufen und danach sind wir durch Dörfer gelaufen. Die einzige regelmässige Abwechslung waren nur die saublöden Bremen und Mücken.
Wir haben unterwegs noch eine Familie getroffen, die ebenfalls vor mehreren Jahren einen Hochzeitswanderritt an den Bodensee gemacht hat. Sie haben sich mittlerweile einen kleinen Stall mit Halle, Boxen, Wiesen und eigenem Haus und natürlich mehreren Pferden aufgebaut. Es war ein schöner Stall.
23. Tag.
Heute ist Ruhetag in Oberottenbach und in Bad Bergzabern.
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Donnerstag, 23. Juli 2009
kleine und grössere Erlebnisse
Ich führe Tagebuch. Sonst wäre ich nicht in der Lage, alle Erinnerungen zu speichern. Wir erleben so vieles Aufregendes und Spektakuläres, dass zusammen mit der Anstrengung des Reitens bzw. des Laufens es mir nicht möglich ist alles zu behalten.
Ich gebe euch nun für jeden einzelnen Tag eine kleine Zusammenfassung.
1. Tag
In Schattdorf sind wir recht spät gestartet. Wir haben noch die Boxen gereinigt und die letzten Kleinigkeiten aufgeräumt. Um 11.10 Uhr sind wir Richtung Axenstrasse gelaufen. Das Urner Wochenblatt hat noch ein Interview mit uns gemacht und Fotos gab es natürlich auch noch. Die Axenstrasse klappte mit den Pferden erstaunlich gut. Ab Sisikon verbesserte sich das Wetter so sehr, dass wir besonders die Pferde mit den doofen Bremen zu kämpfen hatten. Die Hitze setzte uns enorm zu. So das wir erschöpft bei einem Bauern ankamen und dort auf der Wiese unser Zelt aufschlagen konnten. Den Pferden mussten wir die Regendecken auflegen, da die Bremen sie weiterhin gestochen haben und sie ganz wild die Wiese rauf und runter getrabt sind. Danach ging es deutlich besser. In der Nacht setzte der Fön ein und wir hatten einen letztes typisches Urner Abschiedsgeschenk.
2.Tag
Ich hatte am nächsten Morgen mit meinem Magen und mit Müdigkeit zu kämpfen. Vermutlich einen leichten Sonnenstich vom Vortag. Wir waren schon früh fertig, haben aber noch eine grössere Gewitterfront, die von Brunnen her aufkam abgewartet und sind dann nach 1 1/2 Stunden losgelaufen. Das Wetter war bis zum Mittag angenehm. Danach setzte sich die Sonne durch und wir hatten wieder die Bremen am Hals. Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Antibrum aus der Apotheke bei Mensch und Tier ware Wunder bewirkt. Zwischen Brunnen und Schwyz ist Ronny sein Wanderhalfter kaputt gegangen, da Ronny sich immer überall kratzen wollte. In Schwyz bei der Schaukäserei war eine Frau so nett und hat uns ein gebrauchtes Halfter geschenkt. Wir waren sehr dankbar dafür. In Lauerz kamen wir in einem Rinderstall unter. Wir Menschen haben quasi neben den Pferden geschlafen, was ich am nächsten Morgen sehr deutlich zu spüren bekam. Als der Wecker um 4.30 Uhr schellte hat Ronny sich über das Gatter gebeugt und an meinem Schlafsack gezerrt. So das ich aufstehen musste. Ein Schlingel sage ich dazu.
3.Tag
Morgens sind wir früh gestartet und in eine Regenfront gelaufen. Bis Arth sind wir trocken angekommen und konnten uns dann in einer manuellen Autowaschanlage unterstellen. Dort haben wir ca. 1 1/2 Std. gewartet. Eine Frau hat uns dort gesehen und ist mit uns ins Gespräch gekommen. Als sie abfuhr kam sie nach 20 Min. wieder und hat uns eine Tüte mit Mailänderguetzlis als Reisegeschenk gebracht. Das fanden wir sehr rührend. Zwischen Risch und Rotkreuz hatten wir dann noch ein mittleres Eseldrama. Wir sind ländlich unterwegs gewesen und wurden an einem Bauerhof von einer grossen Eselsherde überrascht. Ronny hat das völlig aus der Fassung gebracht. Er hat totale Panik gehabt und wollte durchbrennen. Urs konnte ihn aber gottseidank halten und beruhigen.Seine Hufschuhe haben bei dieser Aktion etwas gelitten. Mona fand das Ganze nur halb so interessant. Sie hat die Gelegenheit genutzt erstmal Gras zu fressen. Wie sie eben so ist. In Rotkreuz sind wir auf einem Reitsportanlage unterkommen. Wir wurden dort sehr herzlich aufgenommen. Die Pferde hatten jeder seine eigene Box mit Stroh und Heu.
4. Tag
Heute hatten wir mal keine Probleme mit den Hufschuhen. Sie sind die letzten Tage immer mal wieder verrutscht. Wir sind an dem heutigen Tag durch den Aargau gelaufen und mehrheitlich dem Freiämterweg gelaufen. Es war wunderschön. Die Bremen haben uns natürlich weiterhin das Leben schwer gemacht. Im Oberschongau war kein Platz mehr im Stroh, so sind wir wieder im Rinderstall untergekommen. Diesmal hatten wir wieder die Gelegenheit die Dusche zu benutzen und unsere Wäsche von Hand zu waschen. Die Pferde konnten am Abend nochmals für 1 1/2 Std. auf die Wiese.
5. Tag
Dieser Tag war bisher unser speziellster Tag auf dieser Reise. Wir sind morgens bei strömendem Regen gestartet. Die Pferde sind trotzdem gut mitgelaufen. Zwischendurch gab es wie immer eine längere Pause in der die Pferde grasen durften und dann ging es weiter Richtung Hilfikon - Villmergen gelaufen. Gegen 13. Uhr haben wir wieder eine längere Mittagspause gemacht. Die Pferde konnten auf einer grossen Waldkreuzung grasen. Sie sind sehr gierig und suchen überall den Rand ab. Dabei entfernen sie sich von uns. Irgendwann will ich sie wieder zurückholen. Da hatte aber Ronny keine Lust drauf und ist losgelaufen. Je schneller ich lief, desto schneller wurde er und plötzlich waren beide Pferde im Trab und Urs und ich sind hinterher. Irgendwann mussten wir sagen, dass geht nicht mehr gut. Wir haben sie aus den Augen verloren. Also haben wir uns kurz besprochen. Urs folgte den Hufschuhspuren und ich bin zurück an die Waldkreuzung und habe Regencape unter die Bank versteckt und mein Handy geholt und die Kantonspolizei angerufen. Urs hat mir in der Zwischenzeit angerufen und mir mitgeteilt, dass die Pferde Richtung Hilfikon zurücklaufen und das er vermutet, dass sie wieder auf eine der Wiesen sein werden. Wir wollten uns dort treffen. Also habe ich dies der Kantonspolizei gesagt und bin zu der Wiese gelaufen. Aaber leider waren sie da nicht. Danach habe ich die Info von Urs erhalten, dass sie auf der anderen Seite des Hügels am Wasserreservoir in Seengen am grasen seien. Sie wurden dort von einem Bauern gesichtet. Also habe ich mich auf dem Weg dorthin gemacht. Zwischenzeitlich habe ich die Pfeile gesehen, die Urs für mich gemacht hat, damit ich wusste wo er hin gelaufen ist. Auf den Weg nach Seengen kam mir dann eine Streifenwagen entgegen, der mich zum Wasserreservoir mitgenommen hatte. Urs und ich hatten danach genug vom Wandern und sind dann ganz herzlich von Familie Kunz auf einem Bauernhof aufgenommen wurden. Wir haben dort im Stroh geschlafen und die Pferde konnten im Rinderstall ausruhen.
6. Tag
Der Tag war am morgen noch verregnet. Aber ab Mittag wurde das Wetter gut. Und es gab eigentlich nicht besonderes. Bei Möriken mussten wir auf dem Bürgersteig laufen und sind an einem Vorgarten mit einem Messingsteinbock vorbeigelaufen. Ronny hat sich wieder einmal erschrocken und hat einen riesen grossen Sprung auf die Hauptstrasse gemacht. Und wiedereinmal seine hinteren Hufschuhe im hohen Bogen verloren. Wir sind gespannt wie lange sie noch halten. Bei Au sind wir wieder bei einem Bauern untergekommen, der zwei Pferdeboxen hatte. Abends konnten die Pferde auf eine riesige Weide. Mona hat es fertig gebracht sich ihr Halfter vom Kopf zu ziehen, ohne dass es geöffnet war. Ich musste es leider suchen. Habe es aber schnell gefunden. Abends wollten wir in dem kleinen Ort etwas essen gehen. Und sind dann aber statt in einem Restaurant in einem Alterspflegehotel und wurden dort spontan zu überbackenen Käsebrötchen eingeladen. Als Gegenleistung haben wir den Senioren dort unsere Geschichte erzählt und uns einfach mit ihnen unterhalten. Es war ein schöner Abend. Urs und ich haben über den Pferden im Stroh geschlafen.
7. Tag
Mona lief anfangs nicht schön. Sie blieb immer wieder stehen. Bis Urs dann die Idee kam, dass er am Morgen vielleicht den Sattel zu fest angegurtet haben könnte. Wir haben ihn gelockert und siehe da, das Pferdchen lief wieder wie am Schnürrchen. Der Weg verlief lange Zeit am Fricktaler Höhenweg. Der Weg ist sehr zu empfehlen und angenehm zu laufen. Bei den Sennhütten haben wir eingekehrt und wurden mit heimischen Spezialitäten verwöhnt. Den Pferden haben wir etwas Haferflocken gegeben. In Laufenburg sind wir bei einem Bauern untergekommen, der Freiberger züchtet. Unsere Pferde haben die Nacht zwischen zwei Hengsten und einem Jährling verbracht. Die Hengste sind völlig aufgeregt über ihre neuen Nachbarn gewesen und kamen lange Zeit nicht mehr zur Ruhe. Unsere zwei Pferde hat das nicht sonderlich interessiert. Sie waren mehr mit Heu und Stroh fressen beschäftigt. Nichtmals Ronny hat gegiftet. Wir waren stolz auf die zwei.
8. Tag
Heute morgen ging es über die Grenze. Das war eine Aufrgegung. Die Zollbeamten hatten nicht wirklich viel Ahnung und meinten es bräuchte andere Papier als nur das Gesundheitszeugnis vom Kantonstierarzt und man müsse Export- und / oder Importgebüren bezahlen. Ich habe das Ganze immer wieder verneint. Der Zollbeamte hat aber netterweise herumtelefoniert und dann meine Aussagen bestätigt. Danach musste ich noch zum schweizer Zoll und mir einen Freipass holen. Wofür der auch immer noch sein soll. Es war mir auch ziemlich egal. Übrigens nach Urs seinem und meinem Ausweis hat keiner gefragt. Danach ging es dann weiter nach Herrischried. Auf dem ganzen Weg dorthin haben wir keinen richtigen bewirtschafteten Bauernhof gesehen. Wir hatten schon leichte Panik. Wo sollten wir unterkommen. Irgendwann in Herrischried hat Mona keinen weiteren Schritt gemacht. Keine Chance mehr. Per Zufall standen wir da vor dem Eingang eines "senioren Campingplatzes". Urs und ich haben ihn erst gar nicht als solchen erkannt. Wir wurden aber dort auch sehr herzlich aufgenommen und haben von der Pächterin sehr viel Hilfe erfahren. Sie hat mich durch das Dorf gefahren nur damit ich einen Ballen Heu für unsere Pferde bekommen konnte. Urs und ich waren sehr dankbar. Die Pferde durften auf einer Wiese welche wir eingezäunt hatten übernachten. Urs und ich haben im Zelt genächtigt.
9. Tag
Das war bis jetzt unser anstrengenster Tag. Der Weg war lang und der letzte Abschnitt zur Hütte hatten wir nochmals auf 4 km 400 Höhenmeter zu überwinden. Morgens sind wir um 9.45 Uhr gestartet und angekommen sind wir um 19 Uhr. Den ganzen Weg über sind wir durch den Schwarzwald gelaufen. Es war wunderschön. Die Wege sind breit und die Wanderwegbeschilderung ist übersichtlich. Wir kommen gut mit einer grossen Wanderkarte aus. Es reicht, wenn man die nächsten Orte weiss. In der Hütte hatten wir ein Doppelzimmer für uns. Das erstemal seit neun Tagen wieder eine Matratze unter dem Rücken. Es tat unendlich gut. Die Pferde konnten auf einer riesigen Koppel übernachten. Das Gras wurde dankbar angenommen.
10. Tag
In der Nacht hat es stark gewindet und als wir die Pferde von der Wiese geholt haben wirkten sie müde. Beim Putzen haben sie gedöst und als wir loslaufen wollten sind sie ständig stehen geblieben. Da Ronny die letzen Tage sehr gleichmässig gelaufen ist und seinen Laufrhythmus gefunden hat, haben wir aus dem Verhalten geschlossen, dass die Pferde müde sind und einen Tag Pause brauchen. Wir hatten geplant, am Titisee einen Tag Pause zu machen. An diesem Tag haben wir sehr viele Wanderer getroffen. Wir wurden immer wieder auf unser Vorhaben angesprochen und alle haben uns bewundert und uns viel Erfolg gewünscht. Es war ebenfalls ein langer Tag mit vielen Pausen. Auf dem letzten Abschnitt haben wir viele schöne Schwarzwälder Füchse (Pferderasse) gesehen. Mona ist bei deren Anblick völlig irritiert gewesen. Sie hat die letzte Stunde unserer Wanderung ständig gewiehert und wollte immer wieder zu diesen Pferden hin.
Auf dem Weberhof habe sie jeder eine wunderschöne Boxe mit Fenster bekommen. Ronny hat etwas gefressen und hat danach sofort eine entspannte Stellung eingenommen und gedöst. Mona hat als Entspannung erstmal die halbe Boxe vom Stoh leer gefressen und dann das Heu vertilgt. Es sollte eigentlich 12 Std. reichen. Mona hat es in 3 Stunden verputzt. Sie wirkte jedenfalls zufrieden. Urs und ich sind abends in einem Restaurant essen gegangen. (Diesmal war es kein Altenpensionshotel) und haben dort Rindersteak gegessen. Wir hatten beide richtig hunger auf Fleisch. Urs sein T-Bone-Steak wog 450 gr. Es war ein riesen Teil auf seinem Teller. Urs hat jedenfalls seins und einen Teil von meinem noch gegessen. (hat gewisse Ähnlichkeiten mit Mona, oder? :-) )
12. Tag
Heute ist für Pferd und Reiter Ruhetag. Die Pferde geniessen die Weide und Urs und ich sind am Titisee und geniessen es nichts zu tun und einfach zu sein.
Grundsätzlich geht es uns allen gut. Wir geniessen diese Art des Reisens sehr.
Ich gebe euch nun für jeden einzelnen Tag eine kleine Zusammenfassung.
1. Tag
In Schattdorf sind wir recht spät gestartet. Wir haben noch die Boxen gereinigt und die letzten Kleinigkeiten aufgeräumt. Um 11.10 Uhr sind wir Richtung Axenstrasse gelaufen. Das Urner Wochenblatt hat noch ein Interview mit uns gemacht und Fotos gab es natürlich auch noch. Die Axenstrasse klappte mit den Pferden erstaunlich gut. Ab Sisikon verbesserte sich das Wetter so sehr, dass wir besonders die Pferde mit den doofen Bremen zu kämpfen hatten. Die Hitze setzte uns enorm zu. So das wir erschöpft bei einem Bauern ankamen und dort auf der Wiese unser Zelt aufschlagen konnten. Den Pferden mussten wir die Regendecken auflegen, da die Bremen sie weiterhin gestochen haben und sie ganz wild die Wiese rauf und runter getrabt sind. Danach ging es deutlich besser. In der Nacht setzte der Fön ein und wir hatten einen letztes typisches Urner Abschiedsgeschenk.
2.Tag
Ich hatte am nächsten Morgen mit meinem Magen und mit Müdigkeit zu kämpfen. Vermutlich einen leichten Sonnenstich vom Vortag. Wir waren schon früh fertig, haben aber noch eine grössere Gewitterfront, die von Brunnen her aufkam abgewartet und sind dann nach 1 1/2 Stunden losgelaufen. Das Wetter war bis zum Mittag angenehm. Danach setzte sich die Sonne durch und wir hatten wieder die Bremen am Hals. Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Antibrum aus der Apotheke bei Mensch und Tier ware Wunder bewirkt. Zwischen Brunnen und Schwyz ist Ronny sein Wanderhalfter kaputt gegangen, da Ronny sich immer überall kratzen wollte. In Schwyz bei der Schaukäserei war eine Frau so nett und hat uns ein gebrauchtes Halfter geschenkt. Wir waren sehr dankbar dafür. In Lauerz kamen wir in einem Rinderstall unter. Wir Menschen haben quasi neben den Pferden geschlafen, was ich am nächsten Morgen sehr deutlich zu spüren bekam. Als der Wecker um 4.30 Uhr schellte hat Ronny sich über das Gatter gebeugt und an meinem Schlafsack gezerrt. So das ich aufstehen musste. Ein Schlingel sage ich dazu.
3.Tag
Morgens sind wir früh gestartet und in eine Regenfront gelaufen. Bis Arth sind wir trocken angekommen und konnten uns dann in einer manuellen Autowaschanlage unterstellen. Dort haben wir ca. 1 1/2 Std. gewartet. Eine Frau hat uns dort gesehen und ist mit uns ins Gespräch gekommen. Als sie abfuhr kam sie nach 20 Min. wieder und hat uns eine Tüte mit Mailänderguetzlis als Reisegeschenk gebracht. Das fanden wir sehr rührend. Zwischen Risch und Rotkreuz hatten wir dann noch ein mittleres Eseldrama. Wir sind ländlich unterwegs gewesen und wurden an einem Bauerhof von einer grossen Eselsherde überrascht. Ronny hat das völlig aus der Fassung gebracht. Er hat totale Panik gehabt und wollte durchbrennen. Urs konnte ihn aber gottseidank halten und beruhigen.Seine Hufschuhe haben bei dieser Aktion etwas gelitten. Mona fand das Ganze nur halb so interessant. Sie hat die Gelegenheit genutzt erstmal Gras zu fressen. Wie sie eben so ist. In Rotkreuz sind wir auf einem Reitsportanlage unterkommen. Wir wurden dort sehr herzlich aufgenommen. Die Pferde hatten jeder seine eigene Box mit Stroh und Heu.
4. Tag
Heute hatten wir mal keine Probleme mit den Hufschuhen. Sie sind die letzten Tage immer mal wieder verrutscht. Wir sind an dem heutigen Tag durch den Aargau gelaufen und mehrheitlich dem Freiämterweg gelaufen. Es war wunderschön. Die Bremen haben uns natürlich weiterhin das Leben schwer gemacht. Im Oberschongau war kein Platz mehr im Stroh, so sind wir wieder im Rinderstall untergekommen. Diesmal hatten wir wieder die Gelegenheit die Dusche zu benutzen und unsere Wäsche von Hand zu waschen. Die Pferde konnten am Abend nochmals für 1 1/2 Std. auf die Wiese.
5. Tag
Dieser Tag war bisher unser speziellster Tag auf dieser Reise. Wir sind morgens bei strömendem Regen gestartet. Die Pferde sind trotzdem gut mitgelaufen. Zwischendurch gab es wie immer eine längere Pause in der die Pferde grasen durften und dann ging es weiter Richtung Hilfikon - Villmergen gelaufen. Gegen 13. Uhr haben wir wieder eine längere Mittagspause gemacht. Die Pferde konnten auf einer grossen Waldkreuzung grasen. Sie sind sehr gierig und suchen überall den Rand ab. Dabei entfernen sie sich von uns. Irgendwann will ich sie wieder zurückholen. Da hatte aber Ronny keine Lust drauf und ist losgelaufen. Je schneller ich lief, desto schneller wurde er und plötzlich waren beide Pferde im Trab und Urs und ich sind hinterher. Irgendwann mussten wir sagen, dass geht nicht mehr gut. Wir haben sie aus den Augen verloren. Also haben wir uns kurz besprochen. Urs folgte den Hufschuhspuren und ich bin zurück an die Waldkreuzung und habe Regencape unter die Bank versteckt und mein Handy geholt und die Kantonspolizei angerufen. Urs hat mir in der Zwischenzeit angerufen und mir mitgeteilt, dass die Pferde Richtung Hilfikon zurücklaufen und das er vermutet, dass sie wieder auf eine der Wiesen sein werden. Wir wollten uns dort treffen. Also habe ich dies der Kantonspolizei gesagt und bin zu der Wiese gelaufen. Aaber leider waren sie da nicht. Danach habe ich die Info von Urs erhalten, dass sie auf der anderen Seite des Hügels am Wasserreservoir in Seengen am grasen seien. Sie wurden dort von einem Bauern gesichtet. Also habe ich mich auf dem Weg dorthin gemacht. Zwischenzeitlich habe ich die Pfeile gesehen, die Urs für mich gemacht hat, damit ich wusste wo er hin gelaufen ist. Auf den Weg nach Seengen kam mir dann eine Streifenwagen entgegen, der mich zum Wasserreservoir mitgenommen hatte. Urs und ich hatten danach genug vom Wandern und sind dann ganz herzlich von Familie Kunz auf einem Bauernhof aufgenommen wurden. Wir haben dort im Stroh geschlafen und die Pferde konnten im Rinderstall ausruhen.
6. Tag
Der Tag war am morgen noch verregnet. Aber ab Mittag wurde das Wetter gut. Und es gab eigentlich nicht besonderes. Bei Möriken mussten wir auf dem Bürgersteig laufen und sind an einem Vorgarten mit einem Messingsteinbock vorbeigelaufen. Ronny hat sich wieder einmal erschrocken und hat einen riesen grossen Sprung auf die Hauptstrasse gemacht. Und wiedereinmal seine hinteren Hufschuhe im hohen Bogen verloren. Wir sind gespannt wie lange sie noch halten. Bei Au sind wir wieder bei einem Bauern untergekommen, der zwei Pferdeboxen hatte. Abends konnten die Pferde auf eine riesige Weide. Mona hat es fertig gebracht sich ihr Halfter vom Kopf zu ziehen, ohne dass es geöffnet war. Ich musste es leider suchen. Habe es aber schnell gefunden. Abends wollten wir in dem kleinen Ort etwas essen gehen. Und sind dann aber statt in einem Restaurant in einem Alterspflegehotel und wurden dort spontan zu überbackenen Käsebrötchen eingeladen. Als Gegenleistung haben wir den Senioren dort unsere Geschichte erzählt und uns einfach mit ihnen unterhalten. Es war ein schöner Abend. Urs und ich haben über den Pferden im Stroh geschlafen.
7. Tag
Mona lief anfangs nicht schön. Sie blieb immer wieder stehen. Bis Urs dann die Idee kam, dass er am Morgen vielleicht den Sattel zu fest angegurtet haben könnte. Wir haben ihn gelockert und siehe da, das Pferdchen lief wieder wie am Schnürrchen. Der Weg verlief lange Zeit am Fricktaler Höhenweg. Der Weg ist sehr zu empfehlen und angenehm zu laufen. Bei den Sennhütten haben wir eingekehrt und wurden mit heimischen Spezialitäten verwöhnt. Den Pferden haben wir etwas Haferflocken gegeben. In Laufenburg sind wir bei einem Bauern untergekommen, der Freiberger züchtet. Unsere Pferde haben die Nacht zwischen zwei Hengsten und einem Jährling verbracht. Die Hengste sind völlig aufgeregt über ihre neuen Nachbarn gewesen und kamen lange Zeit nicht mehr zur Ruhe. Unsere zwei Pferde hat das nicht sonderlich interessiert. Sie waren mehr mit Heu und Stroh fressen beschäftigt. Nichtmals Ronny hat gegiftet. Wir waren stolz auf die zwei.
8. Tag
Heute morgen ging es über die Grenze. Das war eine Aufrgegung. Die Zollbeamten hatten nicht wirklich viel Ahnung und meinten es bräuchte andere Papier als nur das Gesundheitszeugnis vom Kantonstierarzt und man müsse Export- und / oder Importgebüren bezahlen. Ich habe das Ganze immer wieder verneint. Der Zollbeamte hat aber netterweise herumtelefoniert und dann meine Aussagen bestätigt. Danach musste ich noch zum schweizer Zoll und mir einen Freipass holen. Wofür der auch immer noch sein soll. Es war mir auch ziemlich egal. Übrigens nach Urs seinem und meinem Ausweis hat keiner gefragt. Danach ging es dann weiter nach Herrischried. Auf dem ganzen Weg dorthin haben wir keinen richtigen bewirtschafteten Bauernhof gesehen. Wir hatten schon leichte Panik. Wo sollten wir unterkommen. Irgendwann in Herrischried hat Mona keinen weiteren Schritt gemacht. Keine Chance mehr. Per Zufall standen wir da vor dem Eingang eines "senioren Campingplatzes". Urs und ich haben ihn erst gar nicht als solchen erkannt. Wir wurden aber dort auch sehr herzlich aufgenommen und haben von der Pächterin sehr viel Hilfe erfahren. Sie hat mich durch das Dorf gefahren nur damit ich einen Ballen Heu für unsere Pferde bekommen konnte. Urs und ich waren sehr dankbar. Die Pferde durften auf einer Wiese welche wir eingezäunt hatten übernachten. Urs und ich haben im Zelt genächtigt.
9. Tag
Das war bis jetzt unser anstrengenster Tag. Der Weg war lang und der letzte Abschnitt zur Hütte hatten wir nochmals auf 4 km 400 Höhenmeter zu überwinden. Morgens sind wir um 9.45 Uhr gestartet und angekommen sind wir um 19 Uhr. Den ganzen Weg über sind wir durch den Schwarzwald gelaufen. Es war wunderschön. Die Wege sind breit und die Wanderwegbeschilderung ist übersichtlich. Wir kommen gut mit einer grossen Wanderkarte aus. Es reicht, wenn man die nächsten Orte weiss. In der Hütte hatten wir ein Doppelzimmer für uns. Das erstemal seit neun Tagen wieder eine Matratze unter dem Rücken. Es tat unendlich gut. Die Pferde konnten auf einer riesigen Koppel übernachten. Das Gras wurde dankbar angenommen.
10. Tag
In der Nacht hat es stark gewindet und als wir die Pferde von der Wiese geholt haben wirkten sie müde. Beim Putzen haben sie gedöst und als wir loslaufen wollten sind sie ständig stehen geblieben. Da Ronny die letzen Tage sehr gleichmässig gelaufen ist und seinen Laufrhythmus gefunden hat, haben wir aus dem Verhalten geschlossen, dass die Pferde müde sind und einen Tag Pause brauchen. Wir hatten geplant, am Titisee einen Tag Pause zu machen. An diesem Tag haben wir sehr viele Wanderer getroffen. Wir wurden immer wieder auf unser Vorhaben angesprochen und alle haben uns bewundert und uns viel Erfolg gewünscht. Es war ebenfalls ein langer Tag mit vielen Pausen. Auf dem letzten Abschnitt haben wir viele schöne Schwarzwälder Füchse (Pferderasse) gesehen. Mona ist bei deren Anblick völlig irritiert gewesen. Sie hat die letzte Stunde unserer Wanderung ständig gewiehert und wollte immer wieder zu diesen Pferden hin.
Auf dem Weberhof habe sie jeder eine wunderschöne Boxe mit Fenster bekommen. Ronny hat etwas gefressen und hat danach sofort eine entspannte Stellung eingenommen und gedöst. Mona hat als Entspannung erstmal die halbe Boxe vom Stoh leer gefressen und dann das Heu vertilgt. Es sollte eigentlich 12 Std. reichen. Mona hat es in 3 Stunden verputzt. Sie wirkte jedenfalls zufrieden. Urs und ich sind abends in einem Restaurant essen gegangen. (Diesmal war es kein Altenpensionshotel) und haben dort Rindersteak gegessen. Wir hatten beide richtig hunger auf Fleisch. Urs sein T-Bone-Steak wog 450 gr. Es war ein riesen Teil auf seinem Teller. Urs hat jedenfalls seins und einen Teil von meinem noch gegessen. (hat gewisse Ähnlichkeiten mit Mona, oder? :-) )
12. Tag
Heute ist für Pferd und Reiter Ruhetag. Die Pferde geniessen die Weide und Urs und ich sind am Titisee und geniessen es nichts zu tun und einfach zu sein.
Grundsätzlich geht es uns allen gut. Wir geniessen diese Art des Reisens sehr.
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Sonntag, 12. Juli 2009
Uneinigkeit wird zu Einigkeit
Wir haben uns entschieden, dass wir am Montag im Verlaufe des Morgens losgehen. Endlich! Morgen früh kommt der Tierarzt unseres Vertauens und wird noch für die zwei Pferde ein Zeugnis ausstellen, damit wir auch seuchenfrei über die Grenze gehen könnnen. Und dann dürfte uns nichts mehr im Wege stehen.
Lange Zeit hatten wir gedacht, dass wir Richtung Seelisberg gehen würden. Jetzt haben wir uns aber umentschieden und laufen einen Teil der Axenstrasse :-( bis nach Sisikon und danach geht es über eine schöne Teilstrecke vom Weg der Schweiz bis nach Schwyz. Von dort aus ist die grobe Planung durch den Kanton Schwyz und Aargau und zur Grenzstadt Reihnfelden zu laufen/reiten.
Lange Zeit hatten wir gedacht, dass wir Richtung Seelisberg gehen würden. Jetzt haben wir uns aber umentschieden und laufen einen Teil der Axenstrasse :-( bis nach Sisikon und danach geht es über eine schöne Teilstrecke vom Weg der Schweiz bis nach Schwyz. Von dort aus ist die grobe Planung durch den Kanton Schwyz und Aargau und zur Grenzstadt Reihnfelden zu laufen/reiten.
Montag, 1. Juni 2009
Schattdorf - Haldi
Bei uns zu Hause angekommen, wussten die Pferde sofort was los ist. Sie kannten es noch vom letzten Jahr, dass sie bei uns die Wiese abfressen dürfen.
Ach ja, am Figgstuhl haben Urs und ich beschlossen, dass Mona einen Maulkorb bekommt.
Urigen - Biel - Eggberge - Altdorf
Gestern haben wir einen kleinen Abstecher auf die Eggberge gemacht. Das Wetter war ideal zum Laufen und Reiten, da es nicht zu heiss (die Bise lässt grüssen) war. Zwischendurch habe ich sogar ziemlich gefroren, so dass ich ein langarm Shirt, eine Wolljacke, eine Outdoorjacke und dann doch noch einen langen Regenmantel gertagen habe. Und sicherheitshalber bin ich noch gelaufen, um meine Körperheizung in Gang zu bekommen. Urs hat mich zwar mal wieder für nicht ganz normal erklärt, da er nur mit einem langarm Shirt gelaufen bzw. geritten ist. Ihm war warm.
Wir sind morgens mit dem Anhänger bis auf Urigen gefahren und haben dort unsere Pferde gesattel und uns startklar gemacht. Wir erregten natürlich sofort bei Wanderern Aufmerksamkeit. Die Hufschuhe wurden wieder einmal bestaunt. Nach kurzer Erklärung, sind wir gegen 11 Uhr losgegangen. Na gut, wir kamen gerade mal einen Kilometer vorwärts als wir das erstemal schon auf die Karte schauen mussten, wie es weitergehen sollte. Naja, und dann war es ja kurz vor Mittag, da hat sich mein Magen gemeldet. Also haben wir eine 15 minütige Mittagspause gemacht.
Weil es laut meinem Mann lebensgefährlich (für ihn) sei mit einer hungernden bzw. verhungernden Ehefrau unterwegs zu sein. Er wird es wohl wissen. :-) Aber dann ging es schön einer ländlichen Strasse stetig bergauf. Die Pferde liefen gut und waren motiviert. Nach ca. 1 1/2 Std. hat Mona wieder angefangen unschön zu laufen. Auf dieser Tour hat es bei mir zum ersten mal "Klick" gemacht, warum sie das tut. Die liebe Dame muss pinkeln und geniert sich dies auf der Strasse zu tun. Zum einen hat sie das Problem, dass sie es nicht auf der Strasse tun will und zum anderen hat sie nicht die Ruhe dafür, weil Ronny vorweg läuft und wir Besitzer nicht "schnallen" was ihr Problem ist. Wenn nämlich Ronny anhält und Mona ihren Hintern etwas abdrehen (z.B. an den Waldrand, auf die Wiese usw.) kann, pinkelt sie ruhig und gelassen. Aber bis es soweit war bzw. ist, läuft sie eben immer ein paar Schritte und bleibt dann wieder genervt stehen. Ich glaube man muss sich das wie bei uns Menschen vorstellen, wenn man ganz dringend auf Toilette muss und nicht gehen kann. Sehr unangenehm ! Oder? Nach dem Pinkeln läuft sie wieder, wie am Schnürchen.
Nach ca. 3 Stunden sind wir am Skirestaurant Edelweiss angekommen und haben dort erstmal eine etwas längere Pause gemacht.
Die Pferde durften mit Erlaubnis der Wirtin im "Vorgarten" grasen. Die Wirtin hatte nur etwas Angst um ihre Geranien. Als ob unsere Pferde Geranien vor dem Gras vorziehen würden ! Urs und ich können uns das nicht vorstellen. Die Zwei haben sich aber vorbildlich verhalten und die Geranien in Ruhe gelassen und den Rasen gemäht. Was die Wirtin aber auch zu schätzen wusste. Wir sagen Dank für die schöne Bewirtung. Es gab ein heisses Getränk und warmen Apfelkuchen. Danach ging es erholt und sportlich weiter Richtung Eggberge. Das Wetter war auf der Höhe kühl und zwischendurch gab es ein paar Regentropfen. Zwischendurch begegneten wir einigen Wanderern die immer wieder die Hufschuhe bewundertetn oder mit ihren Kindern kurz disskutierten, welche Farbe den besser zu welchem Pferd passte. Nach weiteren 2 1/2 Stunden haben wir die Eggberge erreicht. Ich bin die Strecken bergab zu den Eggberge mit Mona geritten. Und habe festgestellt, dass sie zwar langsam vorwärtsgeht aber dafür sehr trittsicher ist. Urs war sich mit Ronny noch nicht sicher, da er wiedereinmal recht Gas gegeben hat.
An einem sonnigen Plätzchen haben wir nochmal eine halbe Stunde Pause gemacht und es dauerte nicht lange und wir hatten Besuch von einem kleinen dreijährigen Mann, der uns ganz fachmännisch zu den Pferden und unsere Wanderung ausgefragt hat. Urs und ich mussten uns recht zusammenreissen, dass wir nicht laut losgelacht hätten. Nachdem all seine Fragen beantwortet waren, sass er plötzlich wie selbstverständlich bei uns neben mir auf der Bank. Nach kurzer Zeit kam sein Vater vorbei und hat sich kurz mit Urs unterhalten und wieder kurze Zeit später kam die Mutter vorbei. Auch hier gab es ein kurzes Gespräch und dann wollten sie mit ihrem Sohn weiter bergauf einen Bekannten besuchen. Auf die Frage der Mutter, ob er jetzt mitkomme zum Danny, antwortete der Junge selbstverständlich mit einem deutlichen "Nein" er wolle mit uns nach Altdorf reiten. Tja, das war so eine Sache. Urs musste ihm mit einem Handschlag versprechen, dass wenn wir das nächste mal auf die Eggberge kommen würden, er ein Stück mitreiten dürfte. Erst dann ist er mit seinen Eltern mitgegangen. Es war eine sehr schöne Begegnung. Nur haben wir leider kein Foto von dem Jungen gemacht. Für uns hiess es dann auch weiter zu gehen. Das Wetter veränderte sich. Es gab mächtige dunkle Wolken am Himmel. Jetzt mussten wir 1000m abwärts laufen.
Es war recht anstrengend, da die Pferde anfangs wieder schlecht vorwärts gingen (Mona musste mal wieder pinkeln :-). Leider hat sich ihr Gehverhalten sofort danach nicht verbessert). Und nachdem uns ein schepperndes Auto überholt hat, hat Mona ihren Vorwärtsgang gefunden. Nur das sie nicht in den ersten Gang geschalten hat sondern in den Zweiten. Sie ist nach Altdorf gerannt. Und der Rest der Gruppe ebenfalls. Keine Ahnung was sie dazu bewogen hat immer wieder anzutraben. Ihre Ohren waren immer vorne und sie wirkte sehr zufrieden. Urs und ich haben einen immer röteren Kopf bekommen und uns lief der Schweiss den Rücken runter. Irgendwann musste ich dann aber die Notbremse ziehen und ein ernstes Gespräch mit der Stute führen, danach ging es einwenig besser.
In Altdorf stand unser Jeep mit Anhänger. Urs sein Bruder und dessen Freundin haben den Jeep mit Anhänger nach Altdorf gebracht. Vielen Dank nochmals an die zwei. DANKE!
Gegen 18.30 Uhr waren wir wieder am Stall. Und um 19 Uhr waren wir fertig und haben von Steffi ein Eis spendiert bekommen. Super!

Ein Hufeisen gefunden im "Vorgarten" des Skirestaurants Edelweiss. Welches Pferd das wohl verloren hat?
Ausicht auf den Urnersee von den Eggbergen aus.
Ein sehr spezielles Foto. Urs hat seine Kreativität in Anspruch genommen. Ich finde es ein sehr lustiges Bild.
Wir sind morgens mit dem Anhänger bis auf Urigen gefahren und haben dort unsere Pferde gesattel und uns startklar gemacht. Wir erregten natürlich sofort bei Wanderern Aufmerksamkeit. Die Hufschuhe wurden wieder einmal bestaunt. Nach kurzer Erklärung, sind wir gegen 11 Uhr losgegangen. Na gut, wir kamen gerade mal einen Kilometer vorwärts als wir das erstemal schon auf die Karte schauen mussten, wie es weitergehen sollte. Naja, und dann war es ja kurz vor Mittag, da hat sich mein Magen gemeldet. Also haben wir eine 15 minütige Mittagspause gemacht.
Weil es laut meinem Mann lebensgefährlich (für ihn) sei mit einer hungernden bzw. verhungernden Ehefrau unterwegs zu sein. Er wird es wohl wissen. :-) Aber dann ging es schön einer ländlichen Strasse stetig bergauf. Die Pferde liefen gut und waren motiviert. Nach ca. 1 1/2 Std. hat Mona wieder angefangen unschön zu laufen. Auf dieser Tour hat es bei mir zum ersten mal "Klick" gemacht, warum sie das tut. Die liebe Dame muss pinkeln und geniert sich dies auf der Strasse zu tun. Zum einen hat sie das Problem, dass sie es nicht auf der Strasse tun will und zum anderen hat sie nicht die Ruhe dafür, weil Ronny vorweg läuft und wir Besitzer nicht "schnallen" was ihr Problem ist. Wenn nämlich Ronny anhält und Mona ihren Hintern etwas abdrehen (z.B. an den Waldrand, auf die Wiese usw.) kann, pinkelt sie ruhig und gelassen. Aber bis es soweit war bzw. ist, läuft sie eben immer ein paar Schritte und bleibt dann wieder genervt stehen. Ich glaube man muss sich das wie bei uns Menschen vorstellen, wenn man ganz dringend auf Toilette muss und nicht gehen kann. Sehr unangenehm ! Oder? Nach dem Pinkeln läuft sie wieder, wie am Schnürchen.
Nach ca. 3 Stunden sind wir am Skirestaurant Edelweiss angekommen und haben dort erstmal eine etwas längere Pause gemacht.
An einem sonnigen Plätzchen haben wir nochmal eine halbe Stunde Pause gemacht und es dauerte nicht lange und wir hatten Besuch von einem kleinen dreijährigen Mann, der uns ganz fachmännisch zu den Pferden und unsere Wanderung ausgefragt hat. Urs und ich mussten uns recht zusammenreissen, dass wir nicht laut losgelacht hätten. Nachdem all seine Fragen beantwortet waren, sass er plötzlich wie selbstverständlich bei uns neben mir auf der Bank. Nach kurzer Zeit kam sein Vater vorbei und hat sich kurz mit Urs unterhalten und wieder kurze Zeit später kam die Mutter vorbei. Auch hier gab es ein kurzes Gespräch und dann wollten sie mit ihrem Sohn weiter bergauf einen Bekannten besuchen. Auf die Frage der Mutter, ob er jetzt mitkomme zum Danny, antwortete der Junge selbstverständlich mit einem deutlichen "Nein" er wolle mit uns nach Altdorf reiten. Tja, das war so eine Sache. Urs musste ihm mit einem Handschlag versprechen, dass wenn wir das nächste mal auf die Eggberge kommen würden, er ein Stück mitreiten dürfte. Erst dann ist er mit seinen Eltern mitgegangen. Es war eine sehr schöne Begegnung. Nur haben wir leider kein Foto von dem Jungen gemacht. Für uns hiess es dann auch weiter zu gehen. Das Wetter veränderte sich. Es gab mächtige dunkle Wolken am Himmel. Jetzt mussten wir 1000m abwärts laufen.
In Altdorf stand unser Jeep mit Anhänger. Urs sein Bruder und dessen Freundin haben den Jeep mit Anhänger nach Altdorf gebracht. Vielen Dank nochmals an die zwei. DANKE!
Gegen 18.30 Uhr waren wir wieder am Stall. Und um 19 Uhr waren wir fertig und haben von Steffi ein Eis spendiert bekommen. Super!
Sonntag, 24. Mai 2009
Rigi - der Königinnenmarsch
Goldau (Berner Höhe) 555m - Rigi Staffel 1603m - Rigi Kulm 1797m - Rigi Stafel - Rigi Scheidegg 1656m - Gätterli Pass 1190m - Lauerz 457m - Goldau (Berner Höhe); Laufzeit: 11 Std. mit 1 3/4 Std. Pausen; gelaufene Kilometer ca. 30, gefühlte Kilometer mindestens 50 :-)
Gestern habe wir uns auf die Rigi gewagt. Es war wunderschön aber auch extrem anstrengend.
Mit dem Anhänger sind wir nach Goldau gefahren und haben auf der Berner Höhe bei einem Kieswerk den Anhänger abgestellt und unsere Pferde gesattelt. Um 9.15 Uhr ging es bei schönem Wetter los. Wir haben die Pferde geführt und sie sind von Anfang an gleichmässig gelaufen. Der Weg war bis zum Klösterli (unterhalb der Staffel) mehrheitlich asphaltiert und ging gleichmässig hoch. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Waldstücke. Ab dem Klösterli, war der Weg nicht mehr asphaltiert und wurde steiler. Ab hier wurde es für alle noch strenger. Urs, Ronny und Mona haben um die Wette geschwitzt. Bei allen Dreien tropfte es nur so vom Körper. Ich hatte in diesem Abschnitt etwas bedenken, ob wir die Tiere nicht zu sehr fordern würden - aber ich musste mir eingestehen, dass es ihnen gut ging. Bei kurzen Pausen ging der Puls der Pferde sehr schnell wieder in den Normalzustand über, die Atmung verlangsamte sich und sie hatten immer die Ohren vorne und waren sehr aufmerksam.
Je näher wir der Rigi Staffel kamen, desto mehr Wanderer begegneten wir. Und auf der Staffel war es proppe volle. Dort steigen viele Gäste aus den Rigibahnen aus und laufen die letzten Höhenmeter auf die Rigi Kulm hinauf. Nach kurzen Überlegungen, beschlossen wir auch die letzten Höhenmeter zu nehmen und auf dem "Spitz" eine längere Pause zu machen. Die Menschenmenge verdoppelte sich auf der Rigi - Kulm. Plötzlich waren wir mit unseren zwei Pferden nur noch von staunenden Menschen umgeben. Auf dem Weg zur Rigi Kulm wurden wir bestimmt 100mal fotografiert. Urs und ich haben beschlossen, dass wir uns den Titel "Meistfotografiertes Paar mit Pferden auf der Rigi" geben dürfen. Mona hat die Menschenmenge gelassen hingenommen, Ronny war etwas unsicher. Aber er ist ruhig geblieben. Die Rigi - Bahn hat ihn am meisten fasziniert. Er musste immer stehen bleiben und schauen, wenn sie vorbeikam. Auf der "Spitze" kamen wir um 12.30 Uhr an und haben dort ca. eine Stunde lang Pause gemacht. Die Pferde konnten auf einer grossen Wiese grasen und haben sich auch dementsprechend auf das Gras gestürzt. Wir zwei Menschen haben uns die Aussicht angeschaut und über die vielen Menschen gewundert. Einige Menschen sind auf uns zu gekommen und haben uns immer wieder über die "Gummi - Schuhe" ausgefragt. Eigentlich sollten wir von der Hufschuh - Firma gesponsort werden. Wir sorgen dafür, dass diese Form des Hufschutz doch in der Allgemeinbevölkerung bekannt wird. :-)
Nach der Pause haben wir uns auf den Weg Richtung Rigi Scheidegg gemacht. Der Weg war nicht mehr so belaufen und auch nicht steil. Es ging leicht bergab. So das Urs und ich sogar einen grossen Teil der Strecke geritten sind. Ich war sehr dankbar dafür. Bei mir haben sich die ersten Blasen an der Ferse bemerkbar gemacht. Ich habe sehr über meine teueren Wanderschuhe geflucht.
Auf dem Weg zur Scheidegg gab es sogar Momente der völligen Stille. Wir haben nur noch das Atmen unserer Pferde und die gleichmässigen Schritte gehört. Für mich ist das immer wieder ein wunderschönes Gefühl mal einfach NICHTS zu hören.
Langsam wurden die Pferde müde. Sie gingen langsamer vorwärts. Erst als wir eine steiler Bergpassage abwärts gehen mussten, wurde Ronny wieder wacher. Er stürmte förmich den Berg hinunter. Hinter dem Gätterli haben wir nochmal eine längere Pause gemacht und weiter geplant, wie wir am schnellsten wieder nach Goldau kommen könnten. Urs hatte das so eine Idee...
Die Idee endete darin, dass wir einen Bach überqueren mussten, der nicht dafür geeignet war und Ronny auf seinem Hintern mehrere Meter einen Wiesenhang hinunter gerutscht war, ich die volle Wut auf meinen Mann losgelassen habe und Mona sich genüsslich dem Meterhohen Gras hingab. Alles klar....? Soviel zum Thema Abkürzungen.... Naja, schlussendlich mussten wir dann doch die Strasse nach Lauerz hinunterlaufen. Es war endlos lang. Der Lauerzersee kam und kam nicht näher. Wir waren alle Müde. Von Lauerz aus war es noch mal eine halbe Stunde bis zur Berner Höhe. Und um 20.15 Uhr waren wir dann endlich am Anhänger. Die Pferde waren so müde, dass sie alles über sich ergehen liesen. Das Kraftfutter wurde dankend angenommen und begierig gefressen. Innerhalb von 20 Minuten haben wir verladen und sind Richtung Schattdorf abgefahren. Um 21.30 Uhr waren die Pferde "geduscht", gewälzt und gefüttert und urs und ich auf dem Weg nach Hause.

Auf dem Weg zur Rigi Kulm die letzten Höhenmeter.

Angekommen!

Ronny mit Aussicht auf die Schweizer Alpen.

Mona

Aussicht auf den Zugersee
Gestern habe wir uns auf die Rigi gewagt. Es war wunderschön aber auch extrem anstrengend.
Mit dem Anhänger sind wir nach Goldau gefahren und haben auf der Berner Höhe bei einem Kieswerk den Anhänger abgestellt und unsere Pferde gesattelt. Um 9.15 Uhr ging es bei schönem Wetter los. Wir haben die Pferde geführt und sie sind von Anfang an gleichmässig gelaufen. Der Weg war bis zum Klösterli (unterhalb der Staffel) mehrheitlich asphaltiert und ging gleichmässig hoch. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Waldstücke. Ab dem Klösterli, war der Weg nicht mehr asphaltiert und wurde steiler. Ab hier wurde es für alle noch strenger. Urs, Ronny und Mona haben um die Wette geschwitzt. Bei allen Dreien tropfte es nur so vom Körper. Ich hatte in diesem Abschnitt etwas bedenken, ob wir die Tiere nicht zu sehr fordern würden - aber ich musste mir eingestehen, dass es ihnen gut ging. Bei kurzen Pausen ging der Puls der Pferde sehr schnell wieder in den Normalzustand über, die Atmung verlangsamte sich und sie hatten immer die Ohren vorne und waren sehr aufmerksam.
Je näher wir der Rigi Staffel kamen, desto mehr Wanderer begegneten wir. Und auf der Staffel war es proppe volle. Dort steigen viele Gäste aus den Rigibahnen aus und laufen die letzten Höhenmeter auf die Rigi Kulm hinauf. Nach kurzen Überlegungen, beschlossen wir auch die letzten Höhenmeter zu nehmen und auf dem "Spitz" eine längere Pause zu machen. Die Menschenmenge verdoppelte sich auf der Rigi - Kulm. Plötzlich waren wir mit unseren zwei Pferden nur noch von staunenden Menschen umgeben. Auf dem Weg zur Rigi Kulm wurden wir bestimmt 100mal fotografiert. Urs und ich haben beschlossen, dass wir uns den Titel "Meistfotografiertes Paar mit Pferden auf der Rigi" geben dürfen. Mona hat die Menschenmenge gelassen hingenommen, Ronny war etwas unsicher. Aber er ist ruhig geblieben. Die Rigi - Bahn hat ihn am meisten fasziniert. Er musste immer stehen bleiben und schauen, wenn sie vorbeikam. Auf der "Spitze" kamen wir um 12.30 Uhr an und haben dort ca. eine Stunde lang Pause gemacht. Die Pferde konnten auf einer grossen Wiese grasen und haben sich auch dementsprechend auf das Gras gestürzt. Wir zwei Menschen haben uns die Aussicht angeschaut und über die vielen Menschen gewundert. Einige Menschen sind auf uns zu gekommen und haben uns immer wieder über die "Gummi - Schuhe" ausgefragt. Eigentlich sollten wir von der Hufschuh - Firma gesponsort werden. Wir sorgen dafür, dass diese Form des Hufschutz doch in der Allgemeinbevölkerung bekannt wird. :-)
Nach der Pause haben wir uns auf den Weg Richtung Rigi Scheidegg gemacht. Der Weg war nicht mehr so belaufen und auch nicht steil. Es ging leicht bergab. So das Urs und ich sogar einen grossen Teil der Strecke geritten sind. Ich war sehr dankbar dafür. Bei mir haben sich die ersten Blasen an der Ferse bemerkbar gemacht. Ich habe sehr über meine teueren Wanderschuhe geflucht.
Auf dem Weg zur Scheidegg gab es sogar Momente der völligen Stille. Wir haben nur noch das Atmen unserer Pferde und die gleichmässigen Schritte gehört. Für mich ist das immer wieder ein wunderschönes Gefühl mal einfach NICHTS zu hören.
Langsam wurden die Pferde müde. Sie gingen langsamer vorwärts. Erst als wir eine steiler Bergpassage abwärts gehen mussten, wurde Ronny wieder wacher. Er stürmte förmich den Berg hinunter. Hinter dem Gätterli haben wir nochmal eine längere Pause gemacht und weiter geplant, wie wir am schnellsten wieder nach Goldau kommen könnten. Urs hatte das so eine Idee...
Die Idee endete darin, dass wir einen Bach überqueren mussten, der nicht dafür geeignet war und Ronny auf seinem Hintern mehrere Meter einen Wiesenhang hinunter gerutscht war, ich die volle Wut auf meinen Mann losgelassen habe und Mona sich genüsslich dem Meterhohen Gras hingab. Alles klar....? Soviel zum Thema Abkürzungen.... Naja, schlussendlich mussten wir dann doch die Strasse nach Lauerz hinunterlaufen. Es war endlos lang. Der Lauerzersee kam und kam nicht näher. Wir waren alle Müde. Von Lauerz aus war es noch mal eine halbe Stunde bis zur Berner Höhe. Und um 20.15 Uhr waren wir dann endlich am Anhänger. Die Pferde waren so müde, dass sie alles über sich ergehen liesen. Das Kraftfutter wurde dankend angenommen und begierig gefressen. Innerhalb von 20 Minuten haben wir verladen und sind Richtung Schattdorf abgefahren. Um 21.30 Uhr waren die Pferde "geduscht", gewälzt und gefüttert und urs und ich auf dem Weg nach Hause.
Auf dem Weg zur Rigi Kulm die letzten Höhenmeter.
Angekommen!
Ronny mit Aussicht auf die Schweizer Alpen.
Mona
Aussicht auf den Zugersee
Freitag, 22. Mai 2009
Besuch auf dem Brüsti
Gestern sind wir bei durchzogenem Wetter (von Regen bis Sonne - von Windstille bis böig hatten wir alles dabei)auf das Brüsti (bei Attinghausen) gelaufen. Mit dem Anhänger haben wir uns bis zur Mittelstation des Brüsti-Bähnli transportiert. Und von dort aus sind wir über die Surenergasse (siehe Bericht vorher) auf das Brüsti gelaufen. Die Tiere sind wieder mal zügig vorangelaufen zumindestens die erste halbe Stunde und haben wo sie auch nur konnten ein Bissen Gras stibitzt. Es ging kontinuierlich bergauf und bisweilen auch ziemlich steil. Nach ca. 1 1/2 Stunden hat Mona die Nase voll gehabt und lies sich nur mit viel Bitten vorwärtsbewegen. Sie blieb in regelmässigen Abständen stehen und musste sich immer wieder neu orientieren. Ronny wollte seiner Gefährtin in nichts nachstehen und hat ebenfalls bei diesem "Spiel" mitgemacht. Für uns Menschen war es sehr anstrengend - so sind wir nach 2 1/2 Stunden ,zumindestens ich war völlig erschöpft und verschwitzt, auf dem Brüsti angekommen, wurden aber sogleich von einem ehemaligen Arbeitskollegen von Urs freundlich in Empfang genommen und durften ein feines Grill-Essen zur Stärkung einnehmen. Die Pferde wurden vorher noch abgesattelt und hatten dann die Gelegenheit für zwei Stunden auf einer Weide zu grasen. Sie haben es extrem genossen. Es dauerte nicht lange da haben sich beide im Gras gewälzt.
Nach zweieinhalb Stunden und einem gefüllten Bauch und neuen Kraftreserven sind wir wieder abwärtst gelaufen. Diesmal ging es gleichmässiger vorwärts. Die Pferde wussten, dass es nach Hause ging.

Nach 3/4 Stunde gab es für uns alle die erste Pause. So wie mein Kopf aussieht hatte ich sie auch dringend nötig. :-)

Eines von vielen Fotos mit Aussicht auf den Urnersee.

Nachdem wir 1 1/2 Stunden nur bergauf im Wald gelaufen sind, war es eine wahre Wohltat, als wir das Brüsti erreicht hatten und als erstes diese Aussicht auf die Bergwand hatten. Selbst die Pferde brauchten einen Moment zu gucken.

Wir wurden von Urs seinem ehemaligen Kollegen man nennt ihn Otti, aufgeklärt, dass wenn man unterwegs ist und Fotos macht, immer schauen sollte, dass man im Hintergrund einen markanten Punkt wie z.B. eine Ortstafel oder einen Wegweiser hätte. Damit man bzw. frau später auch weiss wo er oder sie sich befunden haben. Danke Otti für diese Ausführungen. Wir haben uns in diesem einem Fall bei euch auf dem Brüsti daran gehalten. ;-)

Ich war noch nie über einem Regenbogen. In dem Moment hatte ich wirklich das Gefühl es sei eine Brücke, die einen einläd auf die andere Seite zu gehen. Wunderschön.
Danach ging es weiter bergab.
Nach zweieinhalb Stunden und einem gefüllten Bauch und neuen Kraftreserven sind wir wieder abwärtst gelaufen. Diesmal ging es gleichmässiger vorwärts. Die Pferde wussten, dass es nach Hause ging.
Nach 3/4 Stunde gab es für uns alle die erste Pause. So wie mein Kopf aussieht hatte ich sie auch dringend nötig. :-)
Eines von vielen Fotos mit Aussicht auf den Urnersee.
Nachdem wir 1 1/2 Stunden nur bergauf im Wald gelaufen sind, war es eine wahre Wohltat, als wir das Brüsti erreicht hatten und als erstes diese Aussicht auf die Bergwand hatten. Selbst die Pferde brauchten einen Moment zu gucken.
Wir wurden von Urs seinem ehemaligen Kollegen man nennt ihn Otti, aufgeklärt, dass wenn man unterwegs ist und Fotos macht, immer schauen sollte, dass man im Hintergrund einen markanten Punkt wie z.B. eine Ortstafel oder einen Wegweiser hätte. Damit man bzw. frau später auch weiss wo er oder sie sich befunden haben. Danke Otti für diese Ausführungen. Wir haben uns in diesem einem Fall bei euch auf dem Brüsti daran gehalten. ;-)
Ich war noch nie über einem Regenbogen. In dem Moment hatte ich wirklich das Gefühl es sei eine Brücke, die einen einläd auf die andere Seite zu gehen. Wunderschön.
Danach ging es weiter bergab.
lang, lang ist`s her....
Wir haben turbulente 4 Wochen hinter uns. Zum einen hat unser Rechner den Geist aufgegeben und zum anderen war ich für meine Weiterbildung für zwei Wochen in Berlin und als ich wieder kam, war unser Internetzugang nicht mehr nutzbar. Aber ab jetzt sollte es wieder funktionieren.
Ich liefere noch mal Fotos von vor 4 Wochen nach. Als der Fön mal wieder so heftig ging, haben wir wieder einmal einen Ausflug an die Reuss bei Root / Gisikon bis nach Sins gemacht und am Tag vorher sind wir zum Urnersee geritten. Es war wunder schön und nur wenige Menschen untewegs, so dass wir ungestört am Strand entlang galoppieren und zwei kleine Zuläufe überqueren konnten.
Und hier einige Impressionen:

Urs und ich haben häufig das Gefühl, dass bei Fön die Pferde nachts nicht gut schlafen können. Sie liegen dann tagsüber häufig im Sand und dösen vor sich hin und geniessen die Sonne - auch wenn es noch stark windet.
Zwei Fotos vom Urnersee am Strandbad:


Urs und Ronny auf der Flucht vor dem Fön :-)
(Foto entstand an der Reuss in Gisikon/Root)
Ich liefere noch mal Fotos von vor 4 Wochen nach. Als der Fön mal wieder so heftig ging, haben wir wieder einmal einen Ausflug an die Reuss bei Root / Gisikon bis nach Sins gemacht und am Tag vorher sind wir zum Urnersee geritten. Es war wunder schön und nur wenige Menschen untewegs, so dass wir ungestört am Strand entlang galoppieren und zwei kleine Zuläufe überqueren konnten.
Und hier einige Impressionen:
Urs und ich haben häufig das Gefühl, dass bei Fön die Pferde nachts nicht gut schlafen können. Sie liegen dann tagsüber häufig im Sand und dösen vor sich hin und geniessen die Sonne - auch wenn es noch stark windet.
Zwei Fotos vom Urnersee am Strandbad:
Urs und Ronny auf der Flucht vor dem Fön :-)
(Foto entstand an der Reuss in Gisikon/Root)
Sonntag, 19. April 2009
Attinghausen - Surenergasse - Resti
Am Freitagmittag haben wir noch eine kleine 3 stündige Wanderung nach Attinghausen Richtung Brüsti gemacht. Ziel war die kleine enge Gasse.
Als wir mittags schon zum Stall kam, begrüsten uns zwei agile Pferde. Schon da war mir klar, es könnte heute recht zügig vorangehen. Dies hat sich dann auch beim Ausritt bestätigt. Mona ist zügig vorangegangen. So ganz untypisch für sie. Aber mir hat es gefallen.
Die Surenergasse war speziell. Es ging stetig bergan und war doch für Mensch und Tier anstrengend. Wir sind recht ins schwitzen gekommen. Aber dafür wurden wir Menschen mit wunderschönen Aussichtspunkten und die Pferde mit frischem Gras entschädigt bzw. belohnt.
Samstag, 11. April 2009
Brennwald
Heute hat es uns zum Brennwald hingezogen. Er wurde uns von einem anderen Reiter empfohlen. Leider war es heute aber nicht der Hit. Wir waren warscheinlich 2 - 3 Wochen zu früh dran. Der Brennwald liegt zwischen Seelisberg und Emetten auf ca. 1000 bis 1100 Metern. Wir sind mit dem Anhänger bis nach Emetten gefahren und von dort aus auf einer super engen kleinen Landstrasse bis zum Wald hoch. Dort gab es einen kleine Parkplatz, der leider schon ziemlich besetzt war. Aber Urs seine Fahrkünste haben es ermöglicht, dass er den Anhänger mit Auto so plaziert hat, dass das Auto mit Anhang niergends im Weg stand, obwohl er etwas ungwöhnlich geparkt hatte. Urs und ich hatten irgendwie nicht damit gerechnet, dass der Fön dort noch so stark wäre und vor allem haben wir nicht mit den Schneemengen gerechnet. Die Pferde sind teilweise bis zu einem halben Meter eingesackt. Dort oben hatte der Frühling noch nicht eingesetzt. Es wirkte alles sehr trist, obwohl das Wetter ansich sehr schön gewesen wäre. Letztendlich waren wir ca. 3 Stunden unterwegs. Obwohl wir das Gefühl hatten, dass der Wald mehr hergeben würde. Es gab Stecken zum leichten bis mittleren bergan und bergab laufen und kurze ebene Strecken, die bei weniger Schnee zum Traben eingeladen hätten.Aber unter den heutigen Bedingungen waren die Pferde nicht richtig motiviert. Ronny ist zwar sein zügiges Tempo gelaufen, aber bei Mona hat man gemerkt, dass es ihr richtig gestunken hat. Sie blieb immer wieder stehen und drehte sich in die entgegengesetzte Richtung um. Ich glaube, ihr war es nicht recht, dass es niergends Gras zum Fressen gab. Deswegen gaben die Pausen für sie nichts her. Wenn wir durch den Schnee gelaufen sind, sind Urs und ich abgestiegen. Mona habe ich grösstenteils alleine laufen lassen. Sie konnte sich dann besser durch den Schnee kämpfen, als wenn ich ihr immer wieder an den Zügeln gezerrt hätte, weil sie mir zu schnell vorwärtsgelaufen wäre. Ronny hatte deutlich weniger Mühe mit dem Schnee. Aber auch er wirkte, wie schon gesagt, nicht motiviert.Wir haben jedenfalls für uns beschlossen, dass wir sicher nocheinmal zum Brennwald fahren werden, aber zu einem späteren Zeitpunkt. Fotos haben wir heute aber wieder reichlich gemacht und es sind auch wieder ein paar Lustige dabei.
Hier bin ich fast vom Pferd gefallen. Urs wollte unbedingt eine Landschaftsaufnahme mit mir drauf machen. So musste ich mich ziemlich weit seitlich legen und der Sattel kam arg ins Rutschen :-)

Urs reitet eine kleinen Steigung hoch.

Mona läuft für sich durch den Schnee.

Und wieder einmal Ronny der sich vor irgendeinem Waldgespennst versteckt. :-) Er ist einfach der Beste!
Urs reitet eine kleinen Steigung hoch.
Mona läuft für sich durch den Schnee.
Und wieder einmal Ronny der sich vor irgendeinem Waldgespennst versteckt. :-) Er ist einfach der Beste!
Freitag, 10. April 2009
Sins-Gisikon/Root-Sins
Heute sind wir mit dem Anhänger Richtung Sins gefahren, damit wir einen schönen Ausritt entlang der Reuss machen konnten.
Das Wetter war herrlich. Wir haben es genossen, dass im Aargauischen bzw. im Luzernischen kein Fön zu spüren war. Selbst die Pferde waren ruhiger und haben diesen Ausritt genossen.
Gestartet sind wir in Sins und haben uns auf den Weg rechts von der Reuss Richtung Oberrüti und dann Giskikon/Root gemacht. Anfangs war der Weg mit Schotter ausgelegt. Die Pferde waren nicht so begeistert. Sie haben immer wieder versucht am Rand entlang zu gehen. Dies änderte sich recht schnell. Es gab dann eine längere Strecke mit Wiese. Der Nachteil an der ganzen Sache war, dass der Weg sehr eng war und uns viele Spaziergänger und Fahrradfahrer entgegen kamen. Sie hatten alle wie wir die gleiche Idee: Schönes Wetter geniessen. Die Pferde sind zwar recht ruhig geblieben, aber wir mussten immer wieder Rücksicht auf die Anderen nehmen. Irgendwann kam dann eine Eisenbahnbrücke. Urs und ich haben gedacht, dass dies die Gelegenheit wäre die Flussseite zu wechseln. Wir wussten, dass auf der anderen Seite der Weg breit genug für Reiter, Fahrradfahrer und Fussgänger ist. Naja, leider gab es für die Brücke ein Reitverbot. Also mussten wir auf dem schmalen Weg Richtung Gisikon/Root bleiben. Gerade als wir die Eisenbahnbrücke unterqueren wollten kam ein langer Güterzug über uns her gedonnert. Für Ronny war es zu viel. Er hat mächtig Gas gegeben. Gottseidank haben wir zu dem Zeitpunkt die Pferde geführt. Jedenfalls hat sich Ronny selbständig gemacht und als er an mir und Mona vorbei galoppierte, hatte ich mit Mona auch keine Chance mehr. Ich konnte nur noch die Zügel loslassen und somit einen Abtaucher in die Reuss verhindern. Die Zwei sind ca. 200 Meter weit galoppiert. Da hat Mona gemerkt, dass sie doch eigentlich lieber Gras fressen würde, so schnell sie angaloppiert ist - so schnell stand sie auch wieder beim Gras. Ich sage dazu nur: VERFRESSEN bis zum Umfallen. :-) Ronny konnte natürlich "SEINE" Stute nicht alleine lassen und hat sich mit ihr solidarisiert und gleich angehalten und mitgefressen. Das nenne ich wahre Liebe. :-) Mir haben die Beine jedenfalls reichlich gezittert. Ich brauchte erstmal einen Moment, um mich zu beruhigen. Ronny hat sich einen Hufschuh kaputt gemacht. Aber sonst ist keinem etwas passiert. Beide Pferde wirkten nach dem Vorfall etwas gelassener, als ob sie eine gewisse überschüssige Energie losgeworden waren. Der Rest des Weges gestaltete sich weiterhin als recht nervig, da der Weg eben sehr eng war und zu unserem entsetzen auch noch ein Reitverbot mitten auf dem Weg kam. Eine Anwohnerin sagte uns aber dann, wir sollten uns über dieses Verbot hinwegsetzen, das würden alle Reiter so machen. Dem Vorschlag sind wir ohne mit der Wimper zu zucken gefolgt. Irgendwann sind wir dann endlich nach vielen innerlichen Flüchen meinerseits in Gisikon/Root angekommen und konnten auf die andere linke Seite der Reuss wechseln. Hier wussten wir, wird es angenehm zum Reiten sein. Und so war es auch. Urs hat Ronny soweit in den Griff bekommen, dass er nicht mehr wie ein wilder drauflos getrabt oder galoppiert ist. Es war wunderschön zum Reiten. Wir konnten gemütlich jede Gangart einlegen. Selbst meine Stute ist mal aus sich herausgegeben und hat etwas mehr Gas gegeben als sonst. Ich hatte den Eindruck, dass sie sogar Freude am Galoppieren hatte. Die Ohren waren nicht nach hinten gelegt.
Gegen 17.30 Uhr sind wir wieder in Sins angekommen und die Pferde waren zufrieden und auch erschöpft. Urs und ich haben beschlossen, dass wir nochmal wiederkommen, aber dann nur auf der linken Seite der Reuss reiten werden. Alles andere ist zu nervenaufreibend.
Und hier noch einige Fotos.


Das Wetter war herrlich. Wir haben es genossen, dass im Aargauischen bzw. im Luzernischen kein Fön zu spüren war. Selbst die Pferde waren ruhiger und haben diesen Ausritt genossen.
Gestartet sind wir in Sins und haben uns auf den Weg rechts von der Reuss Richtung Oberrüti und dann Giskikon/Root gemacht. Anfangs war der Weg mit Schotter ausgelegt. Die Pferde waren nicht so begeistert. Sie haben immer wieder versucht am Rand entlang zu gehen. Dies änderte sich recht schnell. Es gab dann eine längere Strecke mit Wiese. Der Nachteil an der ganzen Sache war, dass der Weg sehr eng war und uns viele Spaziergänger und Fahrradfahrer entgegen kamen. Sie hatten alle wie wir die gleiche Idee: Schönes Wetter geniessen. Die Pferde sind zwar recht ruhig geblieben, aber wir mussten immer wieder Rücksicht auf die Anderen nehmen. Irgendwann kam dann eine Eisenbahnbrücke. Urs und ich haben gedacht, dass dies die Gelegenheit wäre die Flussseite zu wechseln. Wir wussten, dass auf der anderen Seite der Weg breit genug für Reiter, Fahrradfahrer und Fussgänger ist. Naja, leider gab es für die Brücke ein Reitverbot. Also mussten wir auf dem schmalen Weg Richtung Gisikon/Root bleiben. Gerade als wir die Eisenbahnbrücke unterqueren wollten kam ein langer Güterzug über uns her gedonnert. Für Ronny war es zu viel. Er hat mächtig Gas gegeben. Gottseidank haben wir zu dem Zeitpunkt die Pferde geführt. Jedenfalls hat sich Ronny selbständig gemacht und als er an mir und Mona vorbei galoppierte, hatte ich mit Mona auch keine Chance mehr. Ich konnte nur noch die Zügel loslassen und somit einen Abtaucher in die Reuss verhindern. Die Zwei sind ca. 200 Meter weit galoppiert. Da hat Mona gemerkt, dass sie doch eigentlich lieber Gras fressen würde, so schnell sie angaloppiert ist - so schnell stand sie auch wieder beim Gras. Ich sage dazu nur: VERFRESSEN bis zum Umfallen. :-) Ronny konnte natürlich "SEINE" Stute nicht alleine lassen und hat sich mit ihr solidarisiert und gleich angehalten und mitgefressen. Das nenne ich wahre Liebe. :-) Mir haben die Beine jedenfalls reichlich gezittert. Ich brauchte erstmal einen Moment, um mich zu beruhigen. Ronny hat sich einen Hufschuh kaputt gemacht. Aber sonst ist keinem etwas passiert. Beide Pferde wirkten nach dem Vorfall etwas gelassener, als ob sie eine gewisse überschüssige Energie losgeworden waren. Der Rest des Weges gestaltete sich weiterhin als recht nervig, da der Weg eben sehr eng war und zu unserem entsetzen auch noch ein Reitverbot mitten auf dem Weg kam. Eine Anwohnerin sagte uns aber dann, wir sollten uns über dieses Verbot hinwegsetzen, das würden alle Reiter so machen. Dem Vorschlag sind wir ohne mit der Wimper zu zucken gefolgt. Irgendwann sind wir dann endlich nach vielen innerlichen Flüchen meinerseits in Gisikon/Root angekommen und konnten auf die andere linke Seite der Reuss wechseln. Hier wussten wir, wird es angenehm zum Reiten sein. Und so war es auch. Urs hat Ronny soweit in den Griff bekommen, dass er nicht mehr wie ein wilder drauflos getrabt oder galoppiert ist. Es war wunderschön zum Reiten. Wir konnten gemütlich jede Gangart einlegen. Selbst meine Stute ist mal aus sich herausgegeben und hat etwas mehr Gas gegeben als sonst. Ich hatte den Eindruck, dass sie sogar Freude am Galoppieren hatte. Die Ohren waren nicht nach hinten gelegt.
Gegen 17.30 Uhr sind wir wieder in Sins angekommen und die Pferde waren zufrieden und auch erschöpft. Urs und ich haben beschlossen, dass wir nochmal wiederkommen, aber dann nur auf der linken Seite der Reuss reiten werden. Alles andere ist zu nervenaufreibend.
Und hier noch einige Fotos.
Sonntag, 5. April 2009
Bauen - Weg der Schweiz - Treppensteigen
Heute sind wir mit dem Anhänger bis auf Bauen gefahren und haben dort doch tatsächlich einen anständigen Parkplatz gefunden und keiner hat sich beschwert. Das Ziel war der Weg der Schweiz speziell der Abschnitt mit den verschiedenen Stufen. Wir wollten mit unseren Pferden die Koordination und das Gleichgewicht üben.Beide Pferde haben es erstaunlich gut gemacht. Sie sind ruhig und konzentriert gewesen. Teilweise war der Weg recht eng und wir mussten entgegenkommende laufende Fahrradfahrer oder Spaziergänger passieren lassen. Aber dies war alles kein Problem. Die meisten Menschen waren positiv überrascht und haben Fragen über die Tiere gestellt. Urs und ich hatten heute uh Freud über unsere vorbildlichen Pferden. Geschwitzt und geschnauft haben sie heute reichlich. Und als sie wieder im Stall waren, waren sie ziemlich k.o.. Aber ich war auch durch.:-)
Treppenlauf

Pause mit Blick auf den Urnersee
Von dem Pausenort aus, konnte man gut das Passagierboot sehen und auch hören. Ronny und Mona fanden das äusserst spannend und mussten es gut beobachten. :-)
Am Ende hatte Mona irgendwie das Gefühl, sie sollte sich jetzt unbedingt wälzen, um den juckenden Schweiss loszuwerden.:-D
Hier überqueren wir eine Brücke, welche doch noch renoviert werden sollte. Für unsere zwei Pferde heute aber kein Problem. Freude pur bei Urs und mir.
Was konnte Ronny so aus der Fassung bringen, dass er sich hinter Urs und Mona verstecken musste und Mona doch einen Moment gebraucht hatte, um die riesengrosse Gefahrenquelle abzuchecken?
Seht selbst. Man nennt es die "gemeine" Gans.:-)
Und zu Guter letzt: Nun seht ihr, wer den ganzen Tag im Stall schuften muss. :-D
Treppenlauf
Schattdorf-Silenen-Schattdorf zum Zweiten
Gestern haben Urs und ich mit unseren Pferden noch einmal die Tour Schattdorf - Silenen - Schattdorf bei wunderschönem Wetter gemacht. Somit bringe ich jetzt wie versprochen die Fotos nach.

Blick Richtung Norden. (Erstfeld-Schattdorf)

Blick Richtung Süden. (Erstfeld)

Und hier die berühmt berüchtigte Unterführung. Auch diesesmal war es kein Problem sie zu unterlaufen. Diesmal sogar ohne das ich Mona führen musste. Schliesslich wollte ich ja fotografieren.

Und als letztes Bild - ein Pausenbild. Es war gar nicht so einfach alle drei auf ein Bild zu bekommen - wo es doch überall so viel Gras gab.
Blick Richtung Norden. (Erstfeld-Schattdorf)
Blick Richtung Süden. (Erstfeld)
Und hier die berühmt berüchtigte Unterführung. Auch diesesmal war es kein Problem sie zu unterlaufen. Diesmal sogar ohne das ich Mona führen musste. Schliesslich wollte ich ja fotografieren.
Und als letztes Bild - ein Pausenbild. Es war gar nicht so einfach alle drei auf ein Bild zu bekommen - wo es doch überall so viel Gras gab.
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