Nicht erschrecken, Mona hat nur ein Fliegennetz vor ihrer Nase. Wir hatten immer mehr das Problem, dass sie die Insekten so gestört haben, dass sie wie wild mit dem Kopf schlug und sich nicht mehr auf den Weg konzentrieren konnte. Aber mit dem Netz haben wir es etwas in den Griff bekommen.
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Samstag, 29. Mai 2010
Reussritt: Rottenschwil-Oberlunkhofen-Kreuzung Birri / Merenschwand - Rottenschwil
An Pfingsten haben wir mal wieder die Reuss besucht. Dieser Teilabschnitt war sehr schön und mir hat er bisher am Besten gefallen. Wir mussten als Reiter unterhalb des Reussdamms reiten, was uns sehr gelegen kam. Es war sehr warm an dem Tag und der Damm selbst lag in der prallen Sonne. Der Reitweg war aber wunderschön im Schatten gelegen und wir hatten kaum Fussgänger und Fahrradfahrer, die uns entgegenkamen. Die Strecke ist landschaftlich abwechslungsreich (Waldweg, am Fluss entlang, Feldweg, Schotterweg usw.). Zwischendurch sahen wir vereinzelt einen Reiter. Der Ritt dauerte ca 2 1/2 Stunden. Gestartet sind wir an einem Parkplatz in Rottenschwil - Werd.



Nicht erschrecken, Mona hat nur ein Fliegennetz vor ihrer Nase. Wir hatten immer mehr das Problem, dass sie die Insekten so gestört haben, dass sie wie wild mit dem Kopf schlug und sich nicht mehr auf den Weg konzentrieren konnte. Aber mit dem Netz haben wir es etwas in den Griff bekommen.
Nicht erschrecken, Mona hat nur ein Fliegennetz vor ihrer Nase. Wir hatten immer mehr das Problem, dass sie die Insekten so gestört haben, dass sie wie wild mit dem Kopf schlug und sich nicht mehr auf den Weg konzentrieren konnte. Aber mit dem Netz haben wir es etwas in den Griff bekommen.
Wir waren im Jura
Wir waren im April - eine Woche nach Ostern - für 3 Tage mit unseren Pferden im Jura. Eigentlich wollten wir ja über Ostern gehen, aber leider war das Wetter so schlecht und sie hatten einen halben Meter Neuschnee. So dass wir unserer Pension abegesagt haben und den Termin auf eine Woche später verschoben haben. Im Nachhinein sind wir froh gewesen es so gemacht zu haben. Wir hatten geniales Wetter, trocken, Sonnenschein, ein paar Wolken und doch nicht zu heiss. Wir waren noch so früh im Jahr da, dass die Kühe noch nicht auf den Weiden standen und somit die Weiden noch nicht eingezäunt waren und wir dadurch freie Bahn hatten.
Wir haben die 3 Tage voll genutzt( 1. Tag 4 Stunden, 2 Tag 10 Stunden, 3. Tag 2 1/2 Stunden) und danach tat mir der Hintern weh :-). Am dritten Tag musste auch Urs teilweise absteigen, weil ihm die Beine und andere Körperteile etwas schmerzten. :-)
Für alle die das Jura in der Schweiz nicht kennen, hier einige Infos: In der Schweiz ist die Region bei Reitern sehr bekannt, weil sie ein ausgebautes Reitwegenetz haben. Es sind ca. 250 km. Und alle Reitwege sind irgendwie miteinander verbunden. Der Tourismusverbund macht auch stark Werbung für diese Ferienvariante. Es gibt eigentlich in jedem Dorf mindestens eine Pension, die Zimmer und Boxen für Reiter anbieten. Um das Reiterwegenetz benutzen zu können, zahlt man pro Pferd bzw. Reiter 7 Franken pro Tag. Wir fanden das nicht viel Geld für so schön ausgebaute und ausgeschielderte Wege.
Aber das Jura ist landschaftlich wunderschön. Auch für "normale" Fusswanderer.
Wir hatten das Glück, dass wir eine kleine aber feine Pension gefunden haben, in der die Gastgeberin auch deutsch gesprochen hat. Wir haben uns dort für zwei nächte eine kleines Appartment gemietet und uns dort sehr wohl gefühlt. Wir hätten eigentlich auch kochen können, aber abends waren wir so k.o. dass wir lieber eines der Restaurants besucht haben. :-). Die Pferde konnten wir in zwei Boxen direkt unter dem Appartment unterbringen.
Das beste an unserem Appartment war aber immer noch das Badezimmer mit seiner Dusche. Ich habe mich vor lachen fast nicht mehr einbekommen. Aber seht hier auf dem Foto.

Es gibt reichlich Möglichkeiten lange Strecken und zu traben und auch zu galoppieren. Urs und Ronny konnten es sich nicht nehmen lassen immer wieder einen Raketenstart hinzulegen. Dummerweise war nur, dass Urs so in den Sattel gepresst wurde, dass er sich leider nicht mehr auf die Beschilderung konzentrieren konnte und somit regelmässig am "Ziel" vorbeigaloppiert ist und ich immer wieder aufpassen musste, dass wir schlussendlich nicht in der "Pampas" landen würden. Ich weiss nicht wie oft ich von hinten gerufen habe " UUUUUUrrrrrssssss du bist zu weit - wir müssen rechts/links" oder "Schaaaaaaatzzzz, du hast das Schild um 500m verpasst- es geht davorne entlang." Und dann hat es mein Mann geschafft, sein Pferd im vollen Galopp zu wenden und ist wieder auf den richtigen Weg gelangt. Ich bin vor lachen fast vom Pferd gefallen. Wild Western pur. Zwischendurch haben Mona und ich es auch geschafft ein Wettrennen mit Ronny und Urs anzuzetteln. Aber mehrheitlich waren wir schon die Verlierer. :-)
Nun auch noch einige andere Fotos vom Jura.





Ein typisches Schild für Reiter zur Orientierung. Die Schilder waren farblich unterschiedlich, so wussten wir immer welcher Route wir folgen konnten.


Auch muss mal eine Pause sein - für Reiter und Pferd.
Ein typisches Durchgangstor, welches man vom Pferd aus öffnen konnte.
Urs und ich waren so begeistert vom Jura, dass wir beschlossen haben wieder zu kommen. Wir müssen in ferner Zukunft einfach mehr überlegen wie wir das Familienleben dann organisieren können.
Wir haben die 3 Tage voll genutzt( 1. Tag 4 Stunden, 2 Tag 10 Stunden, 3. Tag 2 1/2 Stunden) und danach tat mir der Hintern weh :-). Am dritten Tag musste auch Urs teilweise absteigen, weil ihm die Beine und andere Körperteile etwas schmerzten. :-)
Für alle die das Jura in der Schweiz nicht kennen, hier einige Infos: In der Schweiz ist die Region bei Reitern sehr bekannt, weil sie ein ausgebautes Reitwegenetz haben. Es sind ca. 250 km. Und alle Reitwege sind irgendwie miteinander verbunden. Der Tourismusverbund macht auch stark Werbung für diese Ferienvariante. Es gibt eigentlich in jedem Dorf mindestens eine Pension, die Zimmer und Boxen für Reiter anbieten. Um das Reiterwegenetz benutzen zu können, zahlt man pro Pferd bzw. Reiter 7 Franken pro Tag. Wir fanden das nicht viel Geld für so schön ausgebaute und ausgeschielderte Wege.
Aber das Jura ist landschaftlich wunderschön. Auch für "normale" Fusswanderer.
Wir hatten das Glück, dass wir eine kleine aber feine Pension gefunden haben, in der die Gastgeberin auch deutsch gesprochen hat. Wir haben uns dort für zwei nächte eine kleines Appartment gemietet und uns dort sehr wohl gefühlt. Wir hätten eigentlich auch kochen können, aber abends waren wir so k.o. dass wir lieber eines der Restaurants besucht haben. :-). Die Pferde konnten wir in zwei Boxen direkt unter dem Appartment unterbringen.
Das beste an unserem Appartment war aber immer noch das Badezimmer mit seiner Dusche. Ich habe mich vor lachen fast nicht mehr einbekommen. Aber seht hier auf dem Foto.
Es gibt reichlich Möglichkeiten lange Strecken und zu traben und auch zu galoppieren. Urs und Ronny konnten es sich nicht nehmen lassen immer wieder einen Raketenstart hinzulegen. Dummerweise war nur, dass Urs so in den Sattel gepresst wurde, dass er sich leider nicht mehr auf die Beschilderung konzentrieren konnte und somit regelmässig am "Ziel" vorbeigaloppiert ist und ich immer wieder aufpassen musste, dass wir schlussendlich nicht in der "Pampas" landen würden. Ich weiss nicht wie oft ich von hinten gerufen habe " UUUUUUrrrrrssssss du bist zu weit - wir müssen rechts/links" oder "Schaaaaaaatzzzz, du hast das Schild um 500m verpasst- es geht davorne entlang." Und dann hat es mein Mann geschafft, sein Pferd im vollen Galopp zu wenden und ist wieder auf den richtigen Weg gelangt. Ich bin vor lachen fast vom Pferd gefallen. Wild Western pur. Zwischendurch haben Mona und ich es auch geschafft ein Wettrennen mit Ronny und Urs anzuzetteln. Aber mehrheitlich waren wir schon die Verlierer. :-)
Nun auch noch einige andere Fotos vom Jura.
Urs und ich waren so begeistert vom Jura, dass wir beschlossen haben wieder zu kommen. Wir müssen in ferner Zukunft einfach mehr überlegen wie wir das Familienleben dann organisieren können.
Sonntag, 21. März 2010
Der Lenz ist da, ....
Es ist so schön; der Frühling ist endlich auch bei uns angekommen. Temperaturen über 10 Grad sind schon etwas Feines.
Urs und ich haben das schöne und warme Wetter auch so gleich genutzt und haben uns letzten Freitag auf den Weg zur Reuss gemacht. Und haben die Richtung Gisikon / Root - Luzern eingeschlagen. Es wurde uns von mehreren Seiten empfohlen. Wir waren gute 3 Stunden unterwegs. Die Pferde waren motiviert und wollten dementsprechend schnell laufen. Teilweise hatten wir recht Mühe beide Pferde im Schritt oder Trab zu halten. So ca. nach 30 Min. waren unsere Pferdchen recht nassgeschwitzt. Die Temperaturen knapp an die 20 Grad und das teilweise noch vorhandene Winterfell der Tiere war auch nicht gerade erleichternd für die Pferde. Und doch hatten sie einen Drang vorwärts zu laufen. Beide Pferde haben wieder etwas Zeit gebraucht, um sich an die neuen Geräusche, Gegenstände und Menschenmengen zu gewöhnen.
Zu der Strecke ist zu sagen, dass sie wirklich schön präpariert ist und es sogar eine Galopp-Sand-Piste von mehr als 1 km Länge gibt. Aber landschaftlich hat es Urs und mir nicht sehr gut gefallen. Man reitet hauptsächlich der Autobahn entlang und zeitweise ist es nicht möglich sich zu unterhalten, weil der Autobahnlärm so laut war. Hinzu kommt noch, dass man für diese Teilstrecke eigentlich dem Verein Reiterwege-Luzern beitreten müsste und damit ein nicht unerheblicher jährlicher Kostenbeitrag geleistet werden müsste. Wir wussten dies vorher nicht. Und haben uns nach einigem Hin-und-Her trotzdem entschlossen die Strecke zu reiten. Für uns war aber nach diesem Ausritt klar, dass wir in der Zukunft eher die Strecke von Sins Richtung Mühlau oder Sins Richtung Giskikon/Root reiten werden. Landschaftlich hat sie einiges mehr zu bieten. Und auch dort gibt es schöne Galoppstrecken. Die vielleicht nicht so optimal präpariert sind, aber dafür auch nichts kosten. Urs und ich verstehen schon, dass der Verein laufende und auch hohe Kosten hat, aber für Reiter die, vielleicht nur 1-2 mal die Strecke nutzen würden, lohnt sich dieses einfach nicht. Es wäre schön, wenn man z.B. 10er Karten kaufen könnte.
Bilder haben wir an diesem Tag keine gemacht. Es wird aus den obengenannten Gründen wohl auch in der Zukunft keine Bilder von dieser Strecke geben. Aber ihr könnt auf die Hompage von dem Verein eine Bildergalerie anschauen.
Urs und ich haben das schöne und warme Wetter auch so gleich genutzt und haben uns letzten Freitag auf den Weg zur Reuss gemacht. Und haben die Richtung Gisikon / Root - Luzern eingeschlagen. Es wurde uns von mehreren Seiten empfohlen. Wir waren gute 3 Stunden unterwegs. Die Pferde waren motiviert und wollten dementsprechend schnell laufen. Teilweise hatten wir recht Mühe beide Pferde im Schritt oder Trab zu halten. So ca. nach 30 Min. waren unsere Pferdchen recht nassgeschwitzt. Die Temperaturen knapp an die 20 Grad und das teilweise noch vorhandene Winterfell der Tiere war auch nicht gerade erleichternd für die Pferde. Und doch hatten sie einen Drang vorwärts zu laufen. Beide Pferde haben wieder etwas Zeit gebraucht, um sich an die neuen Geräusche, Gegenstände und Menschenmengen zu gewöhnen.
Zu der Strecke ist zu sagen, dass sie wirklich schön präpariert ist und es sogar eine Galopp-Sand-Piste von mehr als 1 km Länge gibt. Aber landschaftlich hat es Urs und mir nicht sehr gut gefallen. Man reitet hauptsächlich der Autobahn entlang und zeitweise ist es nicht möglich sich zu unterhalten, weil der Autobahnlärm so laut war. Hinzu kommt noch, dass man für diese Teilstrecke eigentlich dem Verein Reiterwege-Luzern beitreten müsste und damit ein nicht unerheblicher jährlicher Kostenbeitrag geleistet werden müsste. Wir wussten dies vorher nicht. Und haben uns nach einigem Hin-und-Her trotzdem entschlossen die Strecke zu reiten. Für uns war aber nach diesem Ausritt klar, dass wir in der Zukunft eher die Strecke von Sins Richtung Mühlau oder Sins Richtung Giskikon/Root reiten werden. Landschaftlich hat sie einiges mehr zu bieten. Und auch dort gibt es schöne Galoppstrecken. Die vielleicht nicht so optimal präpariert sind, aber dafür auch nichts kosten. Urs und ich verstehen schon, dass der Verein laufende und auch hohe Kosten hat, aber für Reiter die, vielleicht nur 1-2 mal die Strecke nutzen würden, lohnt sich dieses einfach nicht. Es wäre schön, wenn man z.B. 10er Karten kaufen könnte.
Bilder haben wir an diesem Tag keine gemacht. Es wird aus den obengenannten Gründen wohl auch in der Zukunft keine Bilder von dieser Strecke geben. Aber ihr könnt auf die Hompage von dem Verein eine Bildergalerie anschauen.
Dienstag, 8. Dezember 2009
Ausreiten
So sehr ich die Kälte nicht mag. Muss ich aber trotzdem sagen, dass das Ausreitgeländer super ist. Es gibt hier soviele gut ausgebaute Wanderwege, dass wir wahrscheinlich die nächsten zwei Jahre noch damit Beschäftigt sind, sie zu erkunden. Urs und ich haben es heute wieder gedacht. Wir haben einen Ausritt zum Horben gemacht und haben dann auf dem Rückweg auf gut Glück die Gegend erkundet. Obwohl heute ein Feiertag im Freiamt ist, haben wir kaum Menschen gesehen. Das lag wohl daran, dass die Bise ziemlich kräftig geblasen hat. Naja, so konnten wir ungestört sämtliche Wege entlang traben und schöne Waldwege "abgaloppieren".
Freitag, 23. Oktober 2009
Greinaebene
Der Sonntagmorgen war alles andere als schön. In der Nacht zum Sonntag hat es reichlich geregnet und der Morgen war dementsprechend vernebelt. Wir haben hinundher überlegt, ob wir die Wanderung wagen sollten. Schlussendlich haben wir uns auf den Wetterbericht verlassen, der sagte deutlich besseres Wetter im Verlaufe des morgens und gegen Abend wieder einsetztender Regen.
Wir haben uns also gewagt und haben es nicht bereut.
Mit dem Anhänger sind wir bis nach Vrin und ein Stück weiter. Dort habe wir die Tiere ausgeladen und sind bei dickem Nebel den Pass Disrut gelaufen. Die Pferde wie auch wir Menschen haben recht schnell geschwitzt. Aber Urs und ich hatten das Gefühl, dass Mona und Ronny freude am Berglaufen hatten. Die ersten 45 Minuten haben wir gebraucht um unser Schritttempo zu finden und ab dann ging es ausgesprochen gut voran. Es gab zwei heikle Stellen. Die eine war eine Bachüberquerung, die sehr glitschig war und Mona prompt so ins Rutschen kam, dass zum einen mit ihrem Hinterteil im Wasser landete und gleichzeitig vorne ihre Vorderhufe als Anker eingesetzt hat. Es sah sehr spektakulär aus. Und für mich war es nur wieder eine Erinnerung daran, dass Pferde durchaus, klettern können und sich in prikären Situationen durchaus zu helfen wissen. Das Ganze ging nur wenige Sekunden und dann stand Mona auch wieder auf allen Vieren. Urs war geschockt und war sich nicht sicher, ob wir weitergehen sollten. Ich fand das alles nicht ganz so schlimm und wollte weiterlaufen. Mona wirkte ruhig und gelöst und hatte die Ohren vorne. Für sie war alles in Ordnung. Nach dieser Bachüberquerung wurde es noch etwas steiler und felsiger. Die Steine waren häufig lose und der Boden weich. Auch hier war Urs sich unsicher, ob es richtig sei, weiterzulaufen. Ich wollte weiterlaufen. Die Pferde hatten ihr Tempo gefunden und haben ihre Hufe vorsichtig abgesetzt und sind kaum ins Rutschen gekommen. Die Sicht wurde auch immer besser. Auf der Passhöhe angekommen, war der Nebel verschwunden und machte die Sicht auf die Greinaebene frei. Ab dort waren wir alle zufrieden und glücklich darüber, dass wir die Wanderung gemacht haben. Nach einer 30minütigen Pause sind wir den gleichen Weg wieder zurück gelaufen. Hier zeigte sich, dass Ronny noch etwas Schwierigkeiten damit hat, sein Gewicht beim bergab laufen auf die Hinterhand zu nehmen. Dadurch dass er dies zu wenig gemacht hat, ist er förmlich den Berg runtergerannt. Es sah teilweise sehr lustig aus.
Nach ca. 5 Stunden sind wir wieder am Anhänger angekommen und sind zufrieden und glücklich nach Hause gefahren.
Am Montag hatten wir das Gefühl, dass unsere Pferdchen etwas k.o. waren und vielleicht auch Muskelkater hatten. Sie sind bei unserem Abendausritt ganz brav gelaufen und wollten auf unseren Galoppstrecken nicht wirklich galoppieren. :-)


Wir haben uns also gewagt und haben es nicht bereut.
Mit dem Anhänger sind wir bis nach Vrin und ein Stück weiter. Dort habe wir die Tiere ausgeladen und sind bei dickem Nebel den Pass Disrut gelaufen. Die Pferde wie auch wir Menschen haben recht schnell geschwitzt. Aber Urs und ich hatten das Gefühl, dass Mona und Ronny freude am Berglaufen hatten. Die ersten 45 Minuten haben wir gebraucht um unser Schritttempo zu finden und ab dann ging es ausgesprochen gut voran. Es gab zwei heikle Stellen. Die eine war eine Bachüberquerung, die sehr glitschig war und Mona prompt so ins Rutschen kam, dass zum einen mit ihrem Hinterteil im Wasser landete und gleichzeitig vorne ihre Vorderhufe als Anker eingesetzt hat. Es sah sehr spektakulär aus. Und für mich war es nur wieder eine Erinnerung daran, dass Pferde durchaus, klettern können und sich in prikären Situationen durchaus zu helfen wissen. Das Ganze ging nur wenige Sekunden und dann stand Mona auch wieder auf allen Vieren. Urs war geschockt und war sich nicht sicher, ob wir weitergehen sollten. Ich fand das alles nicht ganz so schlimm und wollte weiterlaufen. Mona wirkte ruhig und gelöst und hatte die Ohren vorne. Für sie war alles in Ordnung. Nach dieser Bachüberquerung wurde es noch etwas steiler und felsiger. Die Steine waren häufig lose und der Boden weich. Auch hier war Urs sich unsicher, ob es richtig sei, weiterzulaufen. Ich wollte weiterlaufen. Die Pferde hatten ihr Tempo gefunden und haben ihre Hufe vorsichtig abgesetzt und sind kaum ins Rutschen gekommen. Die Sicht wurde auch immer besser. Auf der Passhöhe angekommen, war der Nebel verschwunden und machte die Sicht auf die Greinaebene frei. Ab dort waren wir alle zufrieden und glücklich darüber, dass wir die Wanderung gemacht haben. Nach einer 30minütigen Pause sind wir den gleichen Weg wieder zurück gelaufen. Hier zeigte sich, dass Ronny noch etwas Schwierigkeiten damit hat, sein Gewicht beim bergab laufen auf die Hinterhand zu nehmen. Dadurch dass er dies zu wenig gemacht hat, ist er förmlich den Berg runtergerannt. Es sah teilweise sehr lustig aus.
Nach ca. 5 Stunden sind wir wieder am Anhänger angekommen und sind zufrieden und glücklich nach Hause gefahren.
Am Montag hatten wir das Gefühl, dass unsere Pferdchen etwas k.o. waren und vielleicht auch Muskelkater hatten. Sie sind bei unserem Abendausritt ganz brav gelaufen und wollten auf unseren Galoppstrecken nicht wirklich galoppieren. :-)
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Greinaebene - Rheinritt
Nachdem wir viel Zeit hier in der Region verbracht haben. Hatten Urs und ich wieder einmal das Bedürfnis eine Bergwanderung zu machen. Wir hatten uns anfang des Jahres so viele Gedanken gemacht, wo wir noch so alles hin wollten mit den Tieren und haben gemerkt, dass wir bis auf ein oder zwei Sachen nichts gemacht haben. Und ich wollte schon lange mal wieder in die Greinaebene. Das letzte mal, dass ich dort war, ist jetzt auch schon 4 oder 5 Jahre her. Und ich war damals schon sehr angetan von dieser Wanderung. Damals habe ich unterwegs gelesen, dass der Pass zur Greinaebene früher als Viehweg genutzt wurde um die Tiere vom Bündnerland ins Tessin und weiter nach Italien zu treiben. Also war ich fest davon überzeugt, dass wir das mit unseren Pferden auch machen könnten.
Am Freitag den 06.10.2009 haben wir unsere Sachen gepackt und sind um 16 Uhr Richtung Ilanz - Valendas gefahren. In Valendas gibt es eine Alterspferdepension wo wir unsere Pferde unterstellen konnten und wir haben schlafen im Stroh gemacht.
Am Samstag war allerdings das Wetter so schlecht, dass wir alles umgeplant haben und beschlossen, einen Rheinritt zu machen. Der Rhein führt im Herbst sehr wenig Wasser und so ist es möglich Strecken durch das Flussbett zu reiten. Corina hat uns mit einem Haflinger begleitet. Sie wusste wo man am besten in den Rhein einsteigen konnte und wie weit wir reiten könnten.
Bei Ronny wussten wir, dass er kein Problem mit dem Wasser haben würde, bei Mona naja, war ich mir nicht ganz so sicher. Meine Hoffnung war, dass sie einfach ihren Herdentrieb ausleben würde und sie den anderen zwei einfach folgen würde. Das tat sie auch. Und so haben wir alle drei eine kleine Runde im Rhein gedreht. Ronny hatte natürlich seinen grössten Spass daran uns alle nass zu machen und zeigte Tendenzen sich zu wälzen. Mona ging merkwürdigerweise von alleine ins Wasser, war aber auch wieder froh, wenn sie an das Ufer gehen konnte.
Auf dem Rückweg zum Stall waren unsere beiden Pferde ziemlich aufgedreht und wollten nur noch galoppieren. So ist meine liebe Mona mit Volldampf einen Hügel hochgaloppiert und hat dabei noch Ronny überholt. Oben auf, merkte ich, dass sie äusserst stolz auf sich war. Mein Pferdchen ist fit.

Ronny`s Plantschestunde

Am Freitag den 06.10.2009 haben wir unsere Sachen gepackt und sind um 16 Uhr Richtung Ilanz - Valendas gefahren. In Valendas gibt es eine Alterspferdepension wo wir unsere Pferde unterstellen konnten und wir haben schlafen im Stroh gemacht.
Am Samstag war allerdings das Wetter so schlecht, dass wir alles umgeplant haben und beschlossen, einen Rheinritt zu machen. Der Rhein führt im Herbst sehr wenig Wasser und so ist es möglich Strecken durch das Flussbett zu reiten. Corina hat uns mit einem Haflinger begleitet. Sie wusste wo man am besten in den Rhein einsteigen konnte und wie weit wir reiten könnten.
Bei Ronny wussten wir, dass er kein Problem mit dem Wasser haben würde, bei Mona naja, war ich mir nicht ganz so sicher. Meine Hoffnung war, dass sie einfach ihren Herdentrieb ausleben würde und sie den anderen zwei einfach folgen würde. Das tat sie auch. Und so haben wir alle drei eine kleine Runde im Rhein gedreht. Ronny hatte natürlich seinen grössten Spass daran uns alle nass zu machen und zeigte Tendenzen sich zu wälzen. Mona ging merkwürdigerweise von alleine ins Wasser, war aber auch wieder froh, wenn sie an das Ufer gehen konnte.
Auf dem Rückweg zum Stall waren unsere beiden Pferde ziemlich aufgedreht und wollten nur noch galoppieren. So ist meine liebe Mona mit Volldampf einen Hügel hochgaloppiert und hat dabei noch Ronny überholt. Oben auf, merkte ich, dass sie äusserst stolz auf sich war. Mein Pferdchen ist fit.
Ronny`s Plantschestunde
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Mittwoch, 26. August 2009
Freizeit mit Pferd in Hamm
Wir haben unsere Ferien in Hamm dazu genutzt um mehrere Ausritte in der nähreren Umgebung zu machen. Hamm hat mittlerweile ein gut ausgeschildertes Reitwegenetz. Das liegt wohl auch daran, dass es in dieser Stadt ziemlich viele Reiter mit Pferden gibt. Und die ´Aus`reiter mit der Zeit überall entlang geritten sind und somit viele Wege beschädigt haben. Das wollte die Stadt auf die Dauer verhindern und hat begonnen Reitwege zu markieren oder sogar welche zu bauen. Das Ganze ist bisher aber noch nicht fertig und wird stetig ausgebaut. Ich finde es super. Das was bisher besteht ist toll.
Donnerstag, 23. Juli 2009
kleine und grössere Erlebnisse
Ich führe Tagebuch. Sonst wäre ich nicht in der Lage, alle Erinnerungen zu speichern. Wir erleben so vieles Aufregendes und Spektakuläres, dass zusammen mit der Anstrengung des Reitens bzw. des Laufens es mir nicht möglich ist alles zu behalten.
Ich gebe euch nun für jeden einzelnen Tag eine kleine Zusammenfassung.
1. Tag
In Schattdorf sind wir recht spät gestartet. Wir haben noch die Boxen gereinigt und die letzten Kleinigkeiten aufgeräumt. Um 11.10 Uhr sind wir Richtung Axenstrasse gelaufen. Das Urner Wochenblatt hat noch ein Interview mit uns gemacht und Fotos gab es natürlich auch noch. Die Axenstrasse klappte mit den Pferden erstaunlich gut. Ab Sisikon verbesserte sich das Wetter so sehr, dass wir besonders die Pferde mit den doofen Bremen zu kämpfen hatten. Die Hitze setzte uns enorm zu. So das wir erschöpft bei einem Bauern ankamen und dort auf der Wiese unser Zelt aufschlagen konnten. Den Pferden mussten wir die Regendecken auflegen, da die Bremen sie weiterhin gestochen haben und sie ganz wild die Wiese rauf und runter getrabt sind. Danach ging es deutlich besser. In der Nacht setzte der Fön ein und wir hatten einen letztes typisches Urner Abschiedsgeschenk.
2.Tag
Ich hatte am nächsten Morgen mit meinem Magen und mit Müdigkeit zu kämpfen. Vermutlich einen leichten Sonnenstich vom Vortag. Wir waren schon früh fertig, haben aber noch eine grössere Gewitterfront, die von Brunnen her aufkam abgewartet und sind dann nach 1 1/2 Stunden losgelaufen. Das Wetter war bis zum Mittag angenehm. Danach setzte sich die Sonne durch und wir hatten wieder die Bremen am Hals. Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Antibrum aus der Apotheke bei Mensch und Tier ware Wunder bewirkt. Zwischen Brunnen und Schwyz ist Ronny sein Wanderhalfter kaputt gegangen, da Ronny sich immer überall kratzen wollte. In Schwyz bei der Schaukäserei war eine Frau so nett und hat uns ein gebrauchtes Halfter geschenkt. Wir waren sehr dankbar dafür. In Lauerz kamen wir in einem Rinderstall unter. Wir Menschen haben quasi neben den Pferden geschlafen, was ich am nächsten Morgen sehr deutlich zu spüren bekam. Als der Wecker um 4.30 Uhr schellte hat Ronny sich über das Gatter gebeugt und an meinem Schlafsack gezerrt. So das ich aufstehen musste. Ein Schlingel sage ich dazu.
3.Tag
Morgens sind wir früh gestartet und in eine Regenfront gelaufen. Bis Arth sind wir trocken angekommen und konnten uns dann in einer manuellen Autowaschanlage unterstellen. Dort haben wir ca. 1 1/2 Std. gewartet. Eine Frau hat uns dort gesehen und ist mit uns ins Gespräch gekommen. Als sie abfuhr kam sie nach 20 Min. wieder und hat uns eine Tüte mit Mailänderguetzlis als Reisegeschenk gebracht. Das fanden wir sehr rührend. Zwischen Risch und Rotkreuz hatten wir dann noch ein mittleres Eseldrama. Wir sind ländlich unterwegs gewesen und wurden an einem Bauerhof von einer grossen Eselsherde überrascht. Ronny hat das völlig aus der Fassung gebracht. Er hat totale Panik gehabt und wollte durchbrennen. Urs konnte ihn aber gottseidank halten und beruhigen.Seine Hufschuhe haben bei dieser Aktion etwas gelitten. Mona fand das Ganze nur halb so interessant. Sie hat die Gelegenheit genutzt erstmal Gras zu fressen. Wie sie eben so ist. In Rotkreuz sind wir auf einem Reitsportanlage unterkommen. Wir wurden dort sehr herzlich aufgenommen. Die Pferde hatten jeder seine eigene Box mit Stroh und Heu.
4. Tag
Heute hatten wir mal keine Probleme mit den Hufschuhen. Sie sind die letzten Tage immer mal wieder verrutscht. Wir sind an dem heutigen Tag durch den Aargau gelaufen und mehrheitlich dem Freiämterweg gelaufen. Es war wunderschön. Die Bremen haben uns natürlich weiterhin das Leben schwer gemacht. Im Oberschongau war kein Platz mehr im Stroh, so sind wir wieder im Rinderstall untergekommen. Diesmal hatten wir wieder die Gelegenheit die Dusche zu benutzen und unsere Wäsche von Hand zu waschen. Die Pferde konnten am Abend nochmals für 1 1/2 Std. auf die Wiese.
5. Tag
Dieser Tag war bisher unser speziellster Tag auf dieser Reise. Wir sind morgens bei strömendem Regen gestartet. Die Pferde sind trotzdem gut mitgelaufen. Zwischendurch gab es wie immer eine längere Pause in der die Pferde grasen durften und dann ging es weiter Richtung Hilfikon - Villmergen gelaufen. Gegen 13. Uhr haben wir wieder eine längere Mittagspause gemacht. Die Pferde konnten auf einer grossen Waldkreuzung grasen. Sie sind sehr gierig und suchen überall den Rand ab. Dabei entfernen sie sich von uns. Irgendwann will ich sie wieder zurückholen. Da hatte aber Ronny keine Lust drauf und ist losgelaufen. Je schneller ich lief, desto schneller wurde er und plötzlich waren beide Pferde im Trab und Urs und ich sind hinterher. Irgendwann mussten wir sagen, dass geht nicht mehr gut. Wir haben sie aus den Augen verloren. Also haben wir uns kurz besprochen. Urs folgte den Hufschuhspuren und ich bin zurück an die Waldkreuzung und habe Regencape unter die Bank versteckt und mein Handy geholt und die Kantonspolizei angerufen. Urs hat mir in der Zwischenzeit angerufen und mir mitgeteilt, dass die Pferde Richtung Hilfikon zurücklaufen und das er vermutet, dass sie wieder auf eine der Wiesen sein werden. Wir wollten uns dort treffen. Also habe ich dies der Kantonspolizei gesagt und bin zu der Wiese gelaufen. Aaber leider waren sie da nicht. Danach habe ich die Info von Urs erhalten, dass sie auf der anderen Seite des Hügels am Wasserreservoir in Seengen am grasen seien. Sie wurden dort von einem Bauern gesichtet. Also habe ich mich auf dem Weg dorthin gemacht. Zwischenzeitlich habe ich die Pfeile gesehen, die Urs für mich gemacht hat, damit ich wusste wo er hin gelaufen ist. Auf den Weg nach Seengen kam mir dann eine Streifenwagen entgegen, der mich zum Wasserreservoir mitgenommen hatte. Urs und ich hatten danach genug vom Wandern und sind dann ganz herzlich von Familie Kunz auf einem Bauernhof aufgenommen wurden. Wir haben dort im Stroh geschlafen und die Pferde konnten im Rinderstall ausruhen.
6. Tag
Der Tag war am morgen noch verregnet. Aber ab Mittag wurde das Wetter gut. Und es gab eigentlich nicht besonderes. Bei Möriken mussten wir auf dem Bürgersteig laufen und sind an einem Vorgarten mit einem Messingsteinbock vorbeigelaufen. Ronny hat sich wieder einmal erschrocken und hat einen riesen grossen Sprung auf die Hauptstrasse gemacht. Und wiedereinmal seine hinteren Hufschuhe im hohen Bogen verloren. Wir sind gespannt wie lange sie noch halten. Bei Au sind wir wieder bei einem Bauern untergekommen, der zwei Pferdeboxen hatte. Abends konnten die Pferde auf eine riesige Weide. Mona hat es fertig gebracht sich ihr Halfter vom Kopf zu ziehen, ohne dass es geöffnet war. Ich musste es leider suchen. Habe es aber schnell gefunden. Abends wollten wir in dem kleinen Ort etwas essen gehen. Und sind dann aber statt in einem Restaurant in einem Alterspflegehotel und wurden dort spontan zu überbackenen Käsebrötchen eingeladen. Als Gegenleistung haben wir den Senioren dort unsere Geschichte erzählt und uns einfach mit ihnen unterhalten. Es war ein schöner Abend. Urs und ich haben über den Pferden im Stroh geschlafen.
7. Tag
Mona lief anfangs nicht schön. Sie blieb immer wieder stehen. Bis Urs dann die Idee kam, dass er am Morgen vielleicht den Sattel zu fest angegurtet haben könnte. Wir haben ihn gelockert und siehe da, das Pferdchen lief wieder wie am Schnürrchen. Der Weg verlief lange Zeit am Fricktaler Höhenweg. Der Weg ist sehr zu empfehlen und angenehm zu laufen. Bei den Sennhütten haben wir eingekehrt und wurden mit heimischen Spezialitäten verwöhnt. Den Pferden haben wir etwas Haferflocken gegeben. In Laufenburg sind wir bei einem Bauern untergekommen, der Freiberger züchtet. Unsere Pferde haben die Nacht zwischen zwei Hengsten und einem Jährling verbracht. Die Hengste sind völlig aufgeregt über ihre neuen Nachbarn gewesen und kamen lange Zeit nicht mehr zur Ruhe. Unsere zwei Pferde hat das nicht sonderlich interessiert. Sie waren mehr mit Heu und Stroh fressen beschäftigt. Nichtmals Ronny hat gegiftet. Wir waren stolz auf die zwei.
8. Tag
Heute morgen ging es über die Grenze. Das war eine Aufrgegung. Die Zollbeamten hatten nicht wirklich viel Ahnung und meinten es bräuchte andere Papier als nur das Gesundheitszeugnis vom Kantonstierarzt und man müsse Export- und / oder Importgebüren bezahlen. Ich habe das Ganze immer wieder verneint. Der Zollbeamte hat aber netterweise herumtelefoniert und dann meine Aussagen bestätigt. Danach musste ich noch zum schweizer Zoll und mir einen Freipass holen. Wofür der auch immer noch sein soll. Es war mir auch ziemlich egal. Übrigens nach Urs seinem und meinem Ausweis hat keiner gefragt. Danach ging es dann weiter nach Herrischried. Auf dem ganzen Weg dorthin haben wir keinen richtigen bewirtschafteten Bauernhof gesehen. Wir hatten schon leichte Panik. Wo sollten wir unterkommen. Irgendwann in Herrischried hat Mona keinen weiteren Schritt gemacht. Keine Chance mehr. Per Zufall standen wir da vor dem Eingang eines "senioren Campingplatzes". Urs und ich haben ihn erst gar nicht als solchen erkannt. Wir wurden aber dort auch sehr herzlich aufgenommen und haben von der Pächterin sehr viel Hilfe erfahren. Sie hat mich durch das Dorf gefahren nur damit ich einen Ballen Heu für unsere Pferde bekommen konnte. Urs und ich waren sehr dankbar. Die Pferde durften auf einer Wiese welche wir eingezäunt hatten übernachten. Urs und ich haben im Zelt genächtigt.
9. Tag
Das war bis jetzt unser anstrengenster Tag. Der Weg war lang und der letzte Abschnitt zur Hütte hatten wir nochmals auf 4 km 400 Höhenmeter zu überwinden. Morgens sind wir um 9.45 Uhr gestartet und angekommen sind wir um 19 Uhr. Den ganzen Weg über sind wir durch den Schwarzwald gelaufen. Es war wunderschön. Die Wege sind breit und die Wanderwegbeschilderung ist übersichtlich. Wir kommen gut mit einer grossen Wanderkarte aus. Es reicht, wenn man die nächsten Orte weiss. In der Hütte hatten wir ein Doppelzimmer für uns. Das erstemal seit neun Tagen wieder eine Matratze unter dem Rücken. Es tat unendlich gut. Die Pferde konnten auf einer riesigen Koppel übernachten. Das Gras wurde dankbar angenommen.
10. Tag
In der Nacht hat es stark gewindet und als wir die Pferde von der Wiese geholt haben wirkten sie müde. Beim Putzen haben sie gedöst und als wir loslaufen wollten sind sie ständig stehen geblieben. Da Ronny die letzen Tage sehr gleichmässig gelaufen ist und seinen Laufrhythmus gefunden hat, haben wir aus dem Verhalten geschlossen, dass die Pferde müde sind und einen Tag Pause brauchen. Wir hatten geplant, am Titisee einen Tag Pause zu machen. An diesem Tag haben wir sehr viele Wanderer getroffen. Wir wurden immer wieder auf unser Vorhaben angesprochen und alle haben uns bewundert und uns viel Erfolg gewünscht. Es war ebenfalls ein langer Tag mit vielen Pausen. Auf dem letzten Abschnitt haben wir viele schöne Schwarzwälder Füchse (Pferderasse) gesehen. Mona ist bei deren Anblick völlig irritiert gewesen. Sie hat die letzte Stunde unserer Wanderung ständig gewiehert und wollte immer wieder zu diesen Pferden hin.
Auf dem Weberhof habe sie jeder eine wunderschöne Boxe mit Fenster bekommen. Ronny hat etwas gefressen und hat danach sofort eine entspannte Stellung eingenommen und gedöst. Mona hat als Entspannung erstmal die halbe Boxe vom Stoh leer gefressen und dann das Heu vertilgt. Es sollte eigentlich 12 Std. reichen. Mona hat es in 3 Stunden verputzt. Sie wirkte jedenfalls zufrieden. Urs und ich sind abends in einem Restaurant essen gegangen. (Diesmal war es kein Altenpensionshotel) und haben dort Rindersteak gegessen. Wir hatten beide richtig hunger auf Fleisch. Urs sein T-Bone-Steak wog 450 gr. Es war ein riesen Teil auf seinem Teller. Urs hat jedenfalls seins und einen Teil von meinem noch gegessen. (hat gewisse Ähnlichkeiten mit Mona, oder? :-) )
12. Tag
Heute ist für Pferd und Reiter Ruhetag. Die Pferde geniessen die Weide und Urs und ich sind am Titisee und geniessen es nichts zu tun und einfach zu sein.
Grundsätzlich geht es uns allen gut. Wir geniessen diese Art des Reisens sehr.
Ich gebe euch nun für jeden einzelnen Tag eine kleine Zusammenfassung.
1. Tag
In Schattdorf sind wir recht spät gestartet. Wir haben noch die Boxen gereinigt und die letzten Kleinigkeiten aufgeräumt. Um 11.10 Uhr sind wir Richtung Axenstrasse gelaufen. Das Urner Wochenblatt hat noch ein Interview mit uns gemacht und Fotos gab es natürlich auch noch. Die Axenstrasse klappte mit den Pferden erstaunlich gut. Ab Sisikon verbesserte sich das Wetter so sehr, dass wir besonders die Pferde mit den doofen Bremen zu kämpfen hatten. Die Hitze setzte uns enorm zu. So das wir erschöpft bei einem Bauern ankamen und dort auf der Wiese unser Zelt aufschlagen konnten. Den Pferden mussten wir die Regendecken auflegen, da die Bremen sie weiterhin gestochen haben und sie ganz wild die Wiese rauf und runter getrabt sind. Danach ging es deutlich besser. In der Nacht setzte der Fön ein und wir hatten einen letztes typisches Urner Abschiedsgeschenk.
2.Tag
Ich hatte am nächsten Morgen mit meinem Magen und mit Müdigkeit zu kämpfen. Vermutlich einen leichten Sonnenstich vom Vortag. Wir waren schon früh fertig, haben aber noch eine grössere Gewitterfront, die von Brunnen her aufkam abgewartet und sind dann nach 1 1/2 Stunden losgelaufen. Das Wetter war bis zum Mittag angenehm. Danach setzte sich die Sonne durch und wir hatten wieder die Bremen am Hals. Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Antibrum aus der Apotheke bei Mensch und Tier ware Wunder bewirkt. Zwischen Brunnen und Schwyz ist Ronny sein Wanderhalfter kaputt gegangen, da Ronny sich immer überall kratzen wollte. In Schwyz bei der Schaukäserei war eine Frau so nett und hat uns ein gebrauchtes Halfter geschenkt. Wir waren sehr dankbar dafür. In Lauerz kamen wir in einem Rinderstall unter. Wir Menschen haben quasi neben den Pferden geschlafen, was ich am nächsten Morgen sehr deutlich zu spüren bekam. Als der Wecker um 4.30 Uhr schellte hat Ronny sich über das Gatter gebeugt und an meinem Schlafsack gezerrt. So das ich aufstehen musste. Ein Schlingel sage ich dazu.
3.Tag
Morgens sind wir früh gestartet und in eine Regenfront gelaufen. Bis Arth sind wir trocken angekommen und konnten uns dann in einer manuellen Autowaschanlage unterstellen. Dort haben wir ca. 1 1/2 Std. gewartet. Eine Frau hat uns dort gesehen und ist mit uns ins Gespräch gekommen. Als sie abfuhr kam sie nach 20 Min. wieder und hat uns eine Tüte mit Mailänderguetzlis als Reisegeschenk gebracht. Das fanden wir sehr rührend. Zwischen Risch und Rotkreuz hatten wir dann noch ein mittleres Eseldrama. Wir sind ländlich unterwegs gewesen und wurden an einem Bauerhof von einer grossen Eselsherde überrascht. Ronny hat das völlig aus der Fassung gebracht. Er hat totale Panik gehabt und wollte durchbrennen. Urs konnte ihn aber gottseidank halten und beruhigen.Seine Hufschuhe haben bei dieser Aktion etwas gelitten. Mona fand das Ganze nur halb so interessant. Sie hat die Gelegenheit genutzt erstmal Gras zu fressen. Wie sie eben so ist. In Rotkreuz sind wir auf einem Reitsportanlage unterkommen. Wir wurden dort sehr herzlich aufgenommen. Die Pferde hatten jeder seine eigene Box mit Stroh und Heu.
4. Tag
Heute hatten wir mal keine Probleme mit den Hufschuhen. Sie sind die letzten Tage immer mal wieder verrutscht. Wir sind an dem heutigen Tag durch den Aargau gelaufen und mehrheitlich dem Freiämterweg gelaufen. Es war wunderschön. Die Bremen haben uns natürlich weiterhin das Leben schwer gemacht. Im Oberschongau war kein Platz mehr im Stroh, so sind wir wieder im Rinderstall untergekommen. Diesmal hatten wir wieder die Gelegenheit die Dusche zu benutzen und unsere Wäsche von Hand zu waschen. Die Pferde konnten am Abend nochmals für 1 1/2 Std. auf die Wiese.
5. Tag
Dieser Tag war bisher unser speziellster Tag auf dieser Reise. Wir sind morgens bei strömendem Regen gestartet. Die Pferde sind trotzdem gut mitgelaufen. Zwischendurch gab es wie immer eine längere Pause in der die Pferde grasen durften und dann ging es weiter Richtung Hilfikon - Villmergen gelaufen. Gegen 13. Uhr haben wir wieder eine längere Mittagspause gemacht. Die Pferde konnten auf einer grossen Waldkreuzung grasen. Sie sind sehr gierig und suchen überall den Rand ab. Dabei entfernen sie sich von uns. Irgendwann will ich sie wieder zurückholen. Da hatte aber Ronny keine Lust drauf und ist losgelaufen. Je schneller ich lief, desto schneller wurde er und plötzlich waren beide Pferde im Trab und Urs und ich sind hinterher. Irgendwann mussten wir sagen, dass geht nicht mehr gut. Wir haben sie aus den Augen verloren. Also haben wir uns kurz besprochen. Urs folgte den Hufschuhspuren und ich bin zurück an die Waldkreuzung und habe Regencape unter die Bank versteckt und mein Handy geholt und die Kantonspolizei angerufen. Urs hat mir in der Zwischenzeit angerufen und mir mitgeteilt, dass die Pferde Richtung Hilfikon zurücklaufen und das er vermutet, dass sie wieder auf eine der Wiesen sein werden. Wir wollten uns dort treffen. Also habe ich dies der Kantonspolizei gesagt und bin zu der Wiese gelaufen. Aaber leider waren sie da nicht. Danach habe ich die Info von Urs erhalten, dass sie auf der anderen Seite des Hügels am Wasserreservoir in Seengen am grasen seien. Sie wurden dort von einem Bauern gesichtet. Also habe ich mich auf dem Weg dorthin gemacht. Zwischenzeitlich habe ich die Pfeile gesehen, die Urs für mich gemacht hat, damit ich wusste wo er hin gelaufen ist. Auf den Weg nach Seengen kam mir dann eine Streifenwagen entgegen, der mich zum Wasserreservoir mitgenommen hatte. Urs und ich hatten danach genug vom Wandern und sind dann ganz herzlich von Familie Kunz auf einem Bauernhof aufgenommen wurden. Wir haben dort im Stroh geschlafen und die Pferde konnten im Rinderstall ausruhen.
6. Tag
Der Tag war am morgen noch verregnet. Aber ab Mittag wurde das Wetter gut. Und es gab eigentlich nicht besonderes. Bei Möriken mussten wir auf dem Bürgersteig laufen und sind an einem Vorgarten mit einem Messingsteinbock vorbeigelaufen. Ronny hat sich wieder einmal erschrocken und hat einen riesen grossen Sprung auf die Hauptstrasse gemacht. Und wiedereinmal seine hinteren Hufschuhe im hohen Bogen verloren. Wir sind gespannt wie lange sie noch halten. Bei Au sind wir wieder bei einem Bauern untergekommen, der zwei Pferdeboxen hatte. Abends konnten die Pferde auf eine riesige Weide. Mona hat es fertig gebracht sich ihr Halfter vom Kopf zu ziehen, ohne dass es geöffnet war. Ich musste es leider suchen. Habe es aber schnell gefunden. Abends wollten wir in dem kleinen Ort etwas essen gehen. Und sind dann aber statt in einem Restaurant in einem Alterspflegehotel und wurden dort spontan zu überbackenen Käsebrötchen eingeladen. Als Gegenleistung haben wir den Senioren dort unsere Geschichte erzählt und uns einfach mit ihnen unterhalten. Es war ein schöner Abend. Urs und ich haben über den Pferden im Stroh geschlafen.
7. Tag
Mona lief anfangs nicht schön. Sie blieb immer wieder stehen. Bis Urs dann die Idee kam, dass er am Morgen vielleicht den Sattel zu fest angegurtet haben könnte. Wir haben ihn gelockert und siehe da, das Pferdchen lief wieder wie am Schnürrchen. Der Weg verlief lange Zeit am Fricktaler Höhenweg. Der Weg ist sehr zu empfehlen und angenehm zu laufen. Bei den Sennhütten haben wir eingekehrt und wurden mit heimischen Spezialitäten verwöhnt. Den Pferden haben wir etwas Haferflocken gegeben. In Laufenburg sind wir bei einem Bauern untergekommen, der Freiberger züchtet. Unsere Pferde haben die Nacht zwischen zwei Hengsten und einem Jährling verbracht. Die Hengste sind völlig aufgeregt über ihre neuen Nachbarn gewesen und kamen lange Zeit nicht mehr zur Ruhe. Unsere zwei Pferde hat das nicht sonderlich interessiert. Sie waren mehr mit Heu und Stroh fressen beschäftigt. Nichtmals Ronny hat gegiftet. Wir waren stolz auf die zwei.
8. Tag
Heute morgen ging es über die Grenze. Das war eine Aufrgegung. Die Zollbeamten hatten nicht wirklich viel Ahnung und meinten es bräuchte andere Papier als nur das Gesundheitszeugnis vom Kantonstierarzt und man müsse Export- und / oder Importgebüren bezahlen. Ich habe das Ganze immer wieder verneint. Der Zollbeamte hat aber netterweise herumtelefoniert und dann meine Aussagen bestätigt. Danach musste ich noch zum schweizer Zoll und mir einen Freipass holen. Wofür der auch immer noch sein soll. Es war mir auch ziemlich egal. Übrigens nach Urs seinem und meinem Ausweis hat keiner gefragt. Danach ging es dann weiter nach Herrischried. Auf dem ganzen Weg dorthin haben wir keinen richtigen bewirtschafteten Bauernhof gesehen. Wir hatten schon leichte Panik. Wo sollten wir unterkommen. Irgendwann in Herrischried hat Mona keinen weiteren Schritt gemacht. Keine Chance mehr. Per Zufall standen wir da vor dem Eingang eines "senioren Campingplatzes". Urs und ich haben ihn erst gar nicht als solchen erkannt. Wir wurden aber dort auch sehr herzlich aufgenommen und haben von der Pächterin sehr viel Hilfe erfahren. Sie hat mich durch das Dorf gefahren nur damit ich einen Ballen Heu für unsere Pferde bekommen konnte. Urs und ich waren sehr dankbar. Die Pferde durften auf einer Wiese welche wir eingezäunt hatten übernachten. Urs und ich haben im Zelt genächtigt.
9. Tag
Das war bis jetzt unser anstrengenster Tag. Der Weg war lang und der letzte Abschnitt zur Hütte hatten wir nochmals auf 4 km 400 Höhenmeter zu überwinden. Morgens sind wir um 9.45 Uhr gestartet und angekommen sind wir um 19 Uhr. Den ganzen Weg über sind wir durch den Schwarzwald gelaufen. Es war wunderschön. Die Wege sind breit und die Wanderwegbeschilderung ist übersichtlich. Wir kommen gut mit einer grossen Wanderkarte aus. Es reicht, wenn man die nächsten Orte weiss. In der Hütte hatten wir ein Doppelzimmer für uns. Das erstemal seit neun Tagen wieder eine Matratze unter dem Rücken. Es tat unendlich gut. Die Pferde konnten auf einer riesigen Koppel übernachten. Das Gras wurde dankbar angenommen.
10. Tag
In der Nacht hat es stark gewindet und als wir die Pferde von der Wiese geholt haben wirkten sie müde. Beim Putzen haben sie gedöst und als wir loslaufen wollten sind sie ständig stehen geblieben. Da Ronny die letzen Tage sehr gleichmässig gelaufen ist und seinen Laufrhythmus gefunden hat, haben wir aus dem Verhalten geschlossen, dass die Pferde müde sind und einen Tag Pause brauchen. Wir hatten geplant, am Titisee einen Tag Pause zu machen. An diesem Tag haben wir sehr viele Wanderer getroffen. Wir wurden immer wieder auf unser Vorhaben angesprochen und alle haben uns bewundert und uns viel Erfolg gewünscht. Es war ebenfalls ein langer Tag mit vielen Pausen. Auf dem letzten Abschnitt haben wir viele schöne Schwarzwälder Füchse (Pferderasse) gesehen. Mona ist bei deren Anblick völlig irritiert gewesen. Sie hat die letzte Stunde unserer Wanderung ständig gewiehert und wollte immer wieder zu diesen Pferden hin.
Auf dem Weberhof habe sie jeder eine wunderschöne Boxe mit Fenster bekommen. Ronny hat etwas gefressen und hat danach sofort eine entspannte Stellung eingenommen und gedöst. Mona hat als Entspannung erstmal die halbe Boxe vom Stoh leer gefressen und dann das Heu vertilgt. Es sollte eigentlich 12 Std. reichen. Mona hat es in 3 Stunden verputzt. Sie wirkte jedenfalls zufrieden. Urs und ich sind abends in einem Restaurant essen gegangen. (Diesmal war es kein Altenpensionshotel) und haben dort Rindersteak gegessen. Wir hatten beide richtig hunger auf Fleisch. Urs sein T-Bone-Steak wog 450 gr. Es war ein riesen Teil auf seinem Teller. Urs hat jedenfalls seins und einen Teil von meinem noch gegessen. (hat gewisse Ähnlichkeiten mit Mona, oder? :-) )
12. Tag
Heute ist für Pferd und Reiter Ruhetag. Die Pferde geniessen die Weide und Urs und ich sind am Titisee und geniessen es nichts zu tun und einfach zu sein.
Grundsätzlich geht es uns allen gut. Wir geniessen diese Art des Reisens sehr.
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Montag, 1. Juni 2009
Schattdorf - Haldi
Bei uns zu Hause angekommen, wussten die Pferde sofort was los ist. Sie kannten es noch vom letzten Jahr, dass sie bei uns die Wiese abfressen dürfen.
Ach ja, am Figgstuhl haben Urs und ich beschlossen, dass Mona einen Maulkorb bekommt.
Urigen - Biel - Eggberge - Altdorf
Gestern haben wir einen kleinen Abstecher auf die Eggberge gemacht. Das Wetter war ideal zum Laufen und Reiten, da es nicht zu heiss (die Bise lässt grüssen) war. Zwischendurch habe ich sogar ziemlich gefroren, so dass ich ein langarm Shirt, eine Wolljacke, eine Outdoorjacke und dann doch noch einen langen Regenmantel gertagen habe. Und sicherheitshalber bin ich noch gelaufen, um meine Körperheizung in Gang zu bekommen. Urs hat mich zwar mal wieder für nicht ganz normal erklärt, da er nur mit einem langarm Shirt gelaufen bzw. geritten ist. Ihm war warm.
Wir sind morgens mit dem Anhänger bis auf Urigen gefahren und haben dort unsere Pferde gesattel und uns startklar gemacht. Wir erregten natürlich sofort bei Wanderern Aufmerksamkeit. Die Hufschuhe wurden wieder einmal bestaunt. Nach kurzer Erklärung, sind wir gegen 11 Uhr losgegangen. Na gut, wir kamen gerade mal einen Kilometer vorwärts als wir das erstemal schon auf die Karte schauen mussten, wie es weitergehen sollte. Naja, und dann war es ja kurz vor Mittag, da hat sich mein Magen gemeldet. Also haben wir eine 15 minütige Mittagspause gemacht.
Weil es laut meinem Mann lebensgefährlich (für ihn) sei mit einer hungernden bzw. verhungernden Ehefrau unterwegs zu sein. Er wird es wohl wissen. :-) Aber dann ging es schön einer ländlichen Strasse stetig bergauf. Die Pferde liefen gut und waren motiviert. Nach ca. 1 1/2 Std. hat Mona wieder angefangen unschön zu laufen. Auf dieser Tour hat es bei mir zum ersten mal "Klick" gemacht, warum sie das tut. Die liebe Dame muss pinkeln und geniert sich dies auf der Strasse zu tun. Zum einen hat sie das Problem, dass sie es nicht auf der Strasse tun will und zum anderen hat sie nicht die Ruhe dafür, weil Ronny vorweg läuft und wir Besitzer nicht "schnallen" was ihr Problem ist. Wenn nämlich Ronny anhält und Mona ihren Hintern etwas abdrehen (z.B. an den Waldrand, auf die Wiese usw.) kann, pinkelt sie ruhig und gelassen. Aber bis es soweit war bzw. ist, läuft sie eben immer ein paar Schritte und bleibt dann wieder genervt stehen. Ich glaube man muss sich das wie bei uns Menschen vorstellen, wenn man ganz dringend auf Toilette muss und nicht gehen kann. Sehr unangenehm ! Oder? Nach dem Pinkeln läuft sie wieder, wie am Schnürchen.
Nach ca. 3 Stunden sind wir am Skirestaurant Edelweiss angekommen und haben dort erstmal eine etwas längere Pause gemacht.
Die Pferde durften mit Erlaubnis der Wirtin im "Vorgarten" grasen. Die Wirtin hatte nur etwas Angst um ihre Geranien. Als ob unsere Pferde Geranien vor dem Gras vorziehen würden ! Urs und ich können uns das nicht vorstellen. Die Zwei haben sich aber vorbildlich verhalten und die Geranien in Ruhe gelassen und den Rasen gemäht. Was die Wirtin aber auch zu schätzen wusste. Wir sagen Dank für die schöne Bewirtung. Es gab ein heisses Getränk und warmen Apfelkuchen. Danach ging es erholt und sportlich weiter Richtung Eggberge. Das Wetter war auf der Höhe kühl und zwischendurch gab es ein paar Regentropfen. Zwischendurch begegneten wir einigen Wanderern die immer wieder die Hufschuhe bewundertetn oder mit ihren Kindern kurz disskutierten, welche Farbe den besser zu welchem Pferd passte. Nach weiteren 2 1/2 Stunden haben wir die Eggberge erreicht. Ich bin die Strecken bergab zu den Eggberge mit Mona geritten. Und habe festgestellt, dass sie zwar langsam vorwärtsgeht aber dafür sehr trittsicher ist. Urs war sich mit Ronny noch nicht sicher, da er wiedereinmal recht Gas gegeben hat.
An einem sonnigen Plätzchen haben wir nochmal eine halbe Stunde Pause gemacht und es dauerte nicht lange und wir hatten Besuch von einem kleinen dreijährigen Mann, der uns ganz fachmännisch zu den Pferden und unsere Wanderung ausgefragt hat. Urs und ich mussten uns recht zusammenreissen, dass wir nicht laut losgelacht hätten. Nachdem all seine Fragen beantwortet waren, sass er plötzlich wie selbstverständlich bei uns neben mir auf der Bank. Nach kurzer Zeit kam sein Vater vorbei und hat sich kurz mit Urs unterhalten und wieder kurze Zeit später kam die Mutter vorbei. Auch hier gab es ein kurzes Gespräch und dann wollten sie mit ihrem Sohn weiter bergauf einen Bekannten besuchen. Auf die Frage der Mutter, ob er jetzt mitkomme zum Danny, antwortete der Junge selbstverständlich mit einem deutlichen "Nein" er wolle mit uns nach Altdorf reiten. Tja, das war so eine Sache. Urs musste ihm mit einem Handschlag versprechen, dass wenn wir das nächste mal auf die Eggberge kommen würden, er ein Stück mitreiten dürfte. Erst dann ist er mit seinen Eltern mitgegangen. Es war eine sehr schöne Begegnung. Nur haben wir leider kein Foto von dem Jungen gemacht. Für uns hiess es dann auch weiter zu gehen. Das Wetter veränderte sich. Es gab mächtige dunkle Wolken am Himmel. Jetzt mussten wir 1000m abwärts laufen.
Es war recht anstrengend, da die Pferde anfangs wieder schlecht vorwärts gingen (Mona musste mal wieder pinkeln :-). Leider hat sich ihr Gehverhalten sofort danach nicht verbessert). Und nachdem uns ein schepperndes Auto überholt hat, hat Mona ihren Vorwärtsgang gefunden. Nur das sie nicht in den ersten Gang geschalten hat sondern in den Zweiten. Sie ist nach Altdorf gerannt. Und der Rest der Gruppe ebenfalls. Keine Ahnung was sie dazu bewogen hat immer wieder anzutraben. Ihre Ohren waren immer vorne und sie wirkte sehr zufrieden. Urs und ich haben einen immer röteren Kopf bekommen und uns lief der Schweiss den Rücken runter. Irgendwann musste ich dann aber die Notbremse ziehen und ein ernstes Gespräch mit der Stute führen, danach ging es einwenig besser.
In Altdorf stand unser Jeep mit Anhänger. Urs sein Bruder und dessen Freundin haben den Jeep mit Anhänger nach Altdorf gebracht. Vielen Dank nochmals an die zwei. DANKE!
Gegen 18.30 Uhr waren wir wieder am Stall. Und um 19 Uhr waren wir fertig und haben von Steffi ein Eis spendiert bekommen. Super!

Ein Hufeisen gefunden im "Vorgarten" des Skirestaurants Edelweiss. Welches Pferd das wohl verloren hat?
Ausicht auf den Urnersee von den Eggbergen aus.
Ein sehr spezielles Foto. Urs hat seine Kreativität in Anspruch genommen. Ich finde es ein sehr lustiges Bild.
Wir sind morgens mit dem Anhänger bis auf Urigen gefahren und haben dort unsere Pferde gesattel und uns startklar gemacht. Wir erregten natürlich sofort bei Wanderern Aufmerksamkeit. Die Hufschuhe wurden wieder einmal bestaunt. Nach kurzer Erklärung, sind wir gegen 11 Uhr losgegangen. Na gut, wir kamen gerade mal einen Kilometer vorwärts als wir das erstemal schon auf die Karte schauen mussten, wie es weitergehen sollte. Naja, und dann war es ja kurz vor Mittag, da hat sich mein Magen gemeldet. Also haben wir eine 15 minütige Mittagspause gemacht.
Weil es laut meinem Mann lebensgefährlich (für ihn) sei mit einer hungernden bzw. verhungernden Ehefrau unterwegs zu sein. Er wird es wohl wissen. :-) Aber dann ging es schön einer ländlichen Strasse stetig bergauf. Die Pferde liefen gut und waren motiviert. Nach ca. 1 1/2 Std. hat Mona wieder angefangen unschön zu laufen. Auf dieser Tour hat es bei mir zum ersten mal "Klick" gemacht, warum sie das tut. Die liebe Dame muss pinkeln und geniert sich dies auf der Strasse zu tun. Zum einen hat sie das Problem, dass sie es nicht auf der Strasse tun will und zum anderen hat sie nicht die Ruhe dafür, weil Ronny vorweg läuft und wir Besitzer nicht "schnallen" was ihr Problem ist. Wenn nämlich Ronny anhält und Mona ihren Hintern etwas abdrehen (z.B. an den Waldrand, auf die Wiese usw.) kann, pinkelt sie ruhig und gelassen. Aber bis es soweit war bzw. ist, läuft sie eben immer ein paar Schritte und bleibt dann wieder genervt stehen. Ich glaube man muss sich das wie bei uns Menschen vorstellen, wenn man ganz dringend auf Toilette muss und nicht gehen kann. Sehr unangenehm ! Oder? Nach dem Pinkeln läuft sie wieder, wie am Schnürchen.
Nach ca. 3 Stunden sind wir am Skirestaurant Edelweiss angekommen und haben dort erstmal eine etwas längere Pause gemacht.
An einem sonnigen Plätzchen haben wir nochmal eine halbe Stunde Pause gemacht und es dauerte nicht lange und wir hatten Besuch von einem kleinen dreijährigen Mann, der uns ganz fachmännisch zu den Pferden und unsere Wanderung ausgefragt hat. Urs und ich mussten uns recht zusammenreissen, dass wir nicht laut losgelacht hätten. Nachdem all seine Fragen beantwortet waren, sass er plötzlich wie selbstverständlich bei uns neben mir auf der Bank. Nach kurzer Zeit kam sein Vater vorbei und hat sich kurz mit Urs unterhalten und wieder kurze Zeit später kam die Mutter vorbei. Auch hier gab es ein kurzes Gespräch und dann wollten sie mit ihrem Sohn weiter bergauf einen Bekannten besuchen. Auf die Frage der Mutter, ob er jetzt mitkomme zum Danny, antwortete der Junge selbstverständlich mit einem deutlichen "Nein" er wolle mit uns nach Altdorf reiten. Tja, das war so eine Sache. Urs musste ihm mit einem Handschlag versprechen, dass wenn wir das nächste mal auf die Eggberge kommen würden, er ein Stück mitreiten dürfte. Erst dann ist er mit seinen Eltern mitgegangen. Es war eine sehr schöne Begegnung. Nur haben wir leider kein Foto von dem Jungen gemacht. Für uns hiess es dann auch weiter zu gehen. Das Wetter veränderte sich. Es gab mächtige dunkle Wolken am Himmel. Jetzt mussten wir 1000m abwärts laufen.
In Altdorf stand unser Jeep mit Anhänger. Urs sein Bruder und dessen Freundin haben den Jeep mit Anhänger nach Altdorf gebracht. Vielen Dank nochmals an die zwei. DANKE!
Gegen 18.30 Uhr waren wir wieder am Stall. Und um 19 Uhr waren wir fertig und haben von Steffi ein Eis spendiert bekommen. Super!
Sonntag, 24. Mai 2009
Rigi - der Königinnenmarsch
Goldau (Berner Höhe) 555m - Rigi Staffel 1603m - Rigi Kulm 1797m - Rigi Stafel - Rigi Scheidegg 1656m - Gätterli Pass 1190m - Lauerz 457m - Goldau (Berner Höhe); Laufzeit: 11 Std. mit 1 3/4 Std. Pausen; gelaufene Kilometer ca. 30, gefühlte Kilometer mindestens 50 :-)
Gestern habe wir uns auf die Rigi gewagt. Es war wunderschön aber auch extrem anstrengend.
Mit dem Anhänger sind wir nach Goldau gefahren und haben auf der Berner Höhe bei einem Kieswerk den Anhänger abgestellt und unsere Pferde gesattelt. Um 9.15 Uhr ging es bei schönem Wetter los. Wir haben die Pferde geführt und sie sind von Anfang an gleichmässig gelaufen. Der Weg war bis zum Klösterli (unterhalb der Staffel) mehrheitlich asphaltiert und ging gleichmässig hoch. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Waldstücke. Ab dem Klösterli, war der Weg nicht mehr asphaltiert und wurde steiler. Ab hier wurde es für alle noch strenger. Urs, Ronny und Mona haben um die Wette geschwitzt. Bei allen Dreien tropfte es nur so vom Körper. Ich hatte in diesem Abschnitt etwas bedenken, ob wir die Tiere nicht zu sehr fordern würden - aber ich musste mir eingestehen, dass es ihnen gut ging. Bei kurzen Pausen ging der Puls der Pferde sehr schnell wieder in den Normalzustand über, die Atmung verlangsamte sich und sie hatten immer die Ohren vorne und waren sehr aufmerksam.
Je näher wir der Rigi Staffel kamen, desto mehr Wanderer begegneten wir. Und auf der Staffel war es proppe volle. Dort steigen viele Gäste aus den Rigibahnen aus und laufen die letzten Höhenmeter auf die Rigi Kulm hinauf. Nach kurzen Überlegungen, beschlossen wir auch die letzten Höhenmeter zu nehmen und auf dem "Spitz" eine längere Pause zu machen. Die Menschenmenge verdoppelte sich auf der Rigi - Kulm. Plötzlich waren wir mit unseren zwei Pferden nur noch von staunenden Menschen umgeben. Auf dem Weg zur Rigi Kulm wurden wir bestimmt 100mal fotografiert. Urs und ich haben beschlossen, dass wir uns den Titel "Meistfotografiertes Paar mit Pferden auf der Rigi" geben dürfen. Mona hat die Menschenmenge gelassen hingenommen, Ronny war etwas unsicher. Aber er ist ruhig geblieben. Die Rigi - Bahn hat ihn am meisten fasziniert. Er musste immer stehen bleiben und schauen, wenn sie vorbeikam. Auf der "Spitze" kamen wir um 12.30 Uhr an und haben dort ca. eine Stunde lang Pause gemacht. Die Pferde konnten auf einer grossen Wiese grasen und haben sich auch dementsprechend auf das Gras gestürzt. Wir zwei Menschen haben uns die Aussicht angeschaut und über die vielen Menschen gewundert. Einige Menschen sind auf uns zu gekommen und haben uns immer wieder über die "Gummi - Schuhe" ausgefragt. Eigentlich sollten wir von der Hufschuh - Firma gesponsort werden. Wir sorgen dafür, dass diese Form des Hufschutz doch in der Allgemeinbevölkerung bekannt wird. :-)
Nach der Pause haben wir uns auf den Weg Richtung Rigi Scheidegg gemacht. Der Weg war nicht mehr so belaufen und auch nicht steil. Es ging leicht bergab. So das Urs und ich sogar einen grossen Teil der Strecke geritten sind. Ich war sehr dankbar dafür. Bei mir haben sich die ersten Blasen an der Ferse bemerkbar gemacht. Ich habe sehr über meine teueren Wanderschuhe geflucht.
Auf dem Weg zur Scheidegg gab es sogar Momente der völligen Stille. Wir haben nur noch das Atmen unserer Pferde und die gleichmässigen Schritte gehört. Für mich ist das immer wieder ein wunderschönes Gefühl mal einfach NICHTS zu hören.
Langsam wurden die Pferde müde. Sie gingen langsamer vorwärts. Erst als wir eine steiler Bergpassage abwärts gehen mussten, wurde Ronny wieder wacher. Er stürmte förmich den Berg hinunter. Hinter dem Gätterli haben wir nochmal eine längere Pause gemacht und weiter geplant, wie wir am schnellsten wieder nach Goldau kommen könnten. Urs hatte das so eine Idee...
Die Idee endete darin, dass wir einen Bach überqueren mussten, der nicht dafür geeignet war und Ronny auf seinem Hintern mehrere Meter einen Wiesenhang hinunter gerutscht war, ich die volle Wut auf meinen Mann losgelassen habe und Mona sich genüsslich dem Meterhohen Gras hingab. Alles klar....? Soviel zum Thema Abkürzungen.... Naja, schlussendlich mussten wir dann doch die Strasse nach Lauerz hinunterlaufen. Es war endlos lang. Der Lauerzersee kam und kam nicht näher. Wir waren alle Müde. Von Lauerz aus war es noch mal eine halbe Stunde bis zur Berner Höhe. Und um 20.15 Uhr waren wir dann endlich am Anhänger. Die Pferde waren so müde, dass sie alles über sich ergehen liesen. Das Kraftfutter wurde dankend angenommen und begierig gefressen. Innerhalb von 20 Minuten haben wir verladen und sind Richtung Schattdorf abgefahren. Um 21.30 Uhr waren die Pferde "geduscht", gewälzt und gefüttert und urs und ich auf dem Weg nach Hause.

Auf dem Weg zur Rigi Kulm die letzten Höhenmeter.

Angekommen!

Ronny mit Aussicht auf die Schweizer Alpen.

Mona

Aussicht auf den Zugersee
Gestern habe wir uns auf die Rigi gewagt. Es war wunderschön aber auch extrem anstrengend.
Mit dem Anhänger sind wir nach Goldau gefahren und haben auf der Berner Höhe bei einem Kieswerk den Anhänger abgestellt und unsere Pferde gesattelt. Um 9.15 Uhr ging es bei schönem Wetter los. Wir haben die Pferde geführt und sie sind von Anfang an gleichmässig gelaufen. Der Weg war bis zum Klösterli (unterhalb der Staffel) mehrheitlich asphaltiert und ging gleichmässig hoch. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Waldstücke. Ab dem Klösterli, war der Weg nicht mehr asphaltiert und wurde steiler. Ab hier wurde es für alle noch strenger. Urs, Ronny und Mona haben um die Wette geschwitzt. Bei allen Dreien tropfte es nur so vom Körper. Ich hatte in diesem Abschnitt etwas bedenken, ob wir die Tiere nicht zu sehr fordern würden - aber ich musste mir eingestehen, dass es ihnen gut ging. Bei kurzen Pausen ging der Puls der Pferde sehr schnell wieder in den Normalzustand über, die Atmung verlangsamte sich und sie hatten immer die Ohren vorne und waren sehr aufmerksam.
Je näher wir der Rigi Staffel kamen, desto mehr Wanderer begegneten wir. Und auf der Staffel war es proppe volle. Dort steigen viele Gäste aus den Rigibahnen aus und laufen die letzten Höhenmeter auf die Rigi Kulm hinauf. Nach kurzen Überlegungen, beschlossen wir auch die letzten Höhenmeter zu nehmen und auf dem "Spitz" eine längere Pause zu machen. Die Menschenmenge verdoppelte sich auf der Rigi - Kulm. Plötzlich waren wir mit unseren zwei Pferden nur noch von staunenden Menschen umgeben. Auf dem Weg zur Rigi Kulm wurden wir bestimmt 100mal fotografiert. Urs und ich haben beschlossen, dass wir uns den Titel "Meistfotografiertes Paar mit Pferden auf der Rigi" geben dürfen. Mona hat die Menschenmenge gelassen hingenommen, Ronny war etwas unsicher. Aber er ist ruhig geblieben. Die Rigi - Bahn hat ihn am meisten fasziniert. Er musste immer stehen bleiben und schauen, wenn sie vorbeikam. Auf der "Spitze" kamen wir um 12.30 Uhr an und haben dort ca. eine Stunde lang Pause gemacht. Die Pferde konnten auf einer grossen Wiese grasen und haben sich auch dementsprechend auf das Gras gestürzt. Wir zwei Menschen haben uns die Aussicht angeschaut und über die vielen Menschen gewundert. Einige Menschen sind auf uns zu gekommen und haben uns immer wieder über die "Gummi - Schuhe" ausgefragt. Eigentlich sollten wir von der Hufschuh - Firma gesponsort werden. Wir sorgen dafür, dass diese Form des Hufschutz doch in der Allgemeinbevölkerung bekannt wird. :-)
Nach der Pause haben wir uns auf den Weg Richtung Rigi Scheidegg gemacht. Der Weg war nicht mehr so belaufen und auch nicht steil. Es ging leicht bergab. So das Urs und ich sogar einen grossen Teil der Strecke geritten sind. Ich war sehr dankbar dafür. Bei mir haben sich die ersten Blasen an der Ferse bemerkbar gemacht. Ich habe sehr über meine teueren Wanderschuhe geflucht.
Auf dem Weg zur Scheidegg gab es sogar Momente der völligen Stille. Wir haben nur noch das Atmen unserer Pferde und die gleichmässigen Schritte gehört. Für mich ist das immer wieder ein wunderschönes Gefühl mal einfach NICHTS zu hören.
Langsam wurden die Pferde müde. Sie gingen langsamer vorwärts. Erst als wir eine steiler Bergpassage abwärts gehen mussten, wurde Ronny wieder wacher. Er stürmte förmich den Berg hinunter. Hinter dem Gätterli haben wir nochmal eine längere Pause gemacht und weiter geplant, wie wir am schnellsten wieder nach Goldau kommen könnten. Urs hatte das so eine Idee...
Die Idee endete darin, dass wir einen Bach überqueren mussten, der nicht dafür geeignet war und Ronny auf seinem Hintern mehrere Meter einen Wiesenhang hinunter gerutscht war, ich die volle Wut auf meinen Mann losgelassen habe und Mona sich genüsslich dem Meterhohen Gras hingab. Alles klar....? Soviel zum Thema Abkürzungen.... Naja, schlussendlich mussten wir dann doch die Strasse nach Lauerz hinunterlaufen. Es war endlos lang. Der Lauerzersee kam und kam nicht näher. Wir waren alle Müde. Von Lauerz aus war es noch mal eine halbe Stunde bis zur Berner Höhe. Und um 20.15 Uhr waren wir dann endlich am Anhänger. Die Pferde waren so müde, dass sie alles über sich ergehen liesen. Das Kraftfutter wurde dankend angenommen und begierig gefressen. Innerhalb von 20 Minuten haben wir verladen und sind Richtung Schattdorf abgefahren. Um 21.30 Uhr waren die Pferde "geduscht", gewälzt und gefüttert und urs und ich auf dem Weg nach Hause.
Auf dem Weg zur Rigi Kulm die letzten Höhenmeter.
Angekommen!
Ronny mit Aussicht auf die Schweizer Alpen.
Mona
Aussicht auf den Zugersee
Freitag, 22. Mai 2009
Besuch auf dem Brüsti
Gestern sind wir bei durchzogenem Wetter (von Regen bis Sonne - von Windstille bis böig hatten wir alles dabei)auf das Brüsti (bei Attinghausen) gelaufen. Mit dem Anhänger haben wir uns bis zur Mittelstation des Brüsti-Bähnli transportiert. Und von dort aus sind wir über die Surenergasse (siehe Bericht vorher) auf das Brüsti gelaufen. Die Tiere sind wieder mal zügig vorangelaufen zumindestens die erste halbe Stunde und haben wo sie auch nur konnten ein Bissen Gras stibitzt. Es ging kontinuierlich bergauf und bisweilen auch ziemlich steil. Nach ca. 1 1/2 Stunden hat Mona die Nase voll gehabt und lies sich nur mit viel Bitten vorwärtsbewegen. Sie blieb in regelmässigen Abständen stehen und musste sich immer wieder neu orientieren. Ronny wollte seiner Gefährtin in nichts nachstehen und hat ebenfalls bei diesem "Spiel" mitgemacht. Für uns Menschen war es sehr anstrengend - so sind wir nach 2 1/2 Stunden ,zumindestens ich war völlig erschöpft und verschwitzt, auf dem Brüsti angekommen, wurden aber sogleich von einem ehemaligen Arbeitskollegen von Urs freundlich in Empfang genommen und durften ein feines Grill-Essen zur Stärkung einnehmen. Die Pferde wurden vorher noch abgesattelt und hatten dann die Gelegenheit für zwei Stunden auf einer Weide zu grasen. Sie haben es extrem genossen. Es dauerte nicht lange da haben sich beide im Gras gewälzt.
Nach zweieinhalb Stunden und einem gefüllten Bauch und neuen Kraftreserven sind wir wieder abwärtst gelaufen. Diesmal ging es gleichmässiger vorwärts. Die Pferde wussten, dass es nach Hause ging.

Nach 3/4 Stunde gab es für uns alle die erste Pause. So wie mein Kopf aussieht hatte ich sie auch dringend nötig. :-)

Eines von vielen Fotos mit Aussicht auf den Urnersee.

Nachdem wir 1 1/2 Stunden nur bergauf im Wald gelaufen sind, war es eine wahre Wohltat, als wir das Brüsti erreicht hatten und als erstes diese Aussicht auf die Bergwand hatten. Selbst die Pferde brauchten einen Moment zu gucken.

Wir wurden von Urs seinem ehemaligen Kollegen man nennt ihn Otti, aufgeklärt, dass wenn man unterwegs ist und Fotos macht, immer schauen sollte, dass man im Hintergrund einen markanten Punkt wie z.B. eine Ortstafel oder einen Wegweiser hätte. Damit man bzw. frau später auch weiss wo er oder sie sich befunden haben. Danke Otti für diese Ausführungen. Wir haben uns in diesem einem Fall bei euch auf dem Brüsti daran gehalten. ;-)

Ich war noch nie über einem Regenbogen. In dem Moment hatte ich wirklich das Gefühl es sei eine Brücke, die einen einläd auf die andere Seite zu gehen. Wunderschön.
Danach ging es weiter bergab.
Nach zweieinhalb Stunden und einem gefüllten Bauch und neuen Kraftreserven sind wir wieder abwärtst gelaufen. Diesmal ging es gleichmässiger vorwärts. Die Pferde wussten, dass es nach Hause ging.
Nach 3/4 Stunde gab es für uns alle die erste Pause. So wie mein Kopf aussieht hatte ich sie auch dringend nötig. :-)
Eines von vielen Fotos mit Aussicht auf den Urnersee.
Nachdem wir 1 1/2 Stunden nur bergauf im Wald gelaufen sind, war es eine wahre Wohltat, als wir das Brüsti erreicht hatten und als erstes diese Aussicht auf die Bergwand hatten. Selbst die Pferde brauchten einen Moment zu gucken.
Wir wurden von Urs seinem ehemaligen Kollegen man nennt ihn Otti, aufgeklärt, dass wenn man unterwegs ist und Fotos macht, immer schauen sollte, dass man im Hintergrund einen markanten Punkt wie z.B. eine Ortstafel oder einen Wegweiser hätte. Damit man bzw. frau später auch weiss wo er oder sie sich befunden haben. Danke Otti für diese Ausführungen. Wir haben uns in diesem einem Fall bei euch auf dem Brüsti daran gehalten. ;-)
Ich war noch nie über einem Regenbogen. In dem Moment hatte ich wirklich das Gefühl es sei eine Brücke, die einen einläd auf die andere Seite zu gehen. Wunderschön.
Danach ging es weiter bergab.
lang, lang ist`s her....
Wir haben turbulente 4 Wochen hinter uns. Zum einen hat unser Rechner den Geist aufgegeben und zum anderen war ich für meine Weiterbildung für zwei Wochen in Berlin und als ich wieder kam, war unser Internetzugang nicht mehr nutzbar. Aber ab jetzt sollte es wieder funktionieren.
Ich liefere noch mal Fotos von vor 4 Wochen nach. Als der Fön mal wieder so heftig ging, haben wir wieder einmal einen Ausflug an die Reuss bei Root / Gisikon bis nach Sins gemacht und am Tag vorher sind wir zum Urnersee geritten. Es war wunder schön und nur wenige Menschen untewegs, so dass wir ungestört am Strand entlang galoppieren und zwei kleine Zuläufe überqueren konnten.
Und hier einige Impressionen:

Urs und ich haben häufig das Gefühl, dass bei Fön die Pferde nachts nicht gut schlafen können. Sie liegen dann tagsüber häufig im Sand und dösen vor sich hin und geniessen die Sonne - auch wenn es noch stark windet.
Zwei Fotos vom Urnersee am Strandbad:


Urs und Ronny auf der Flucht vor dem Fön :-)
(Foto entstand an der Reuss in Gisikon/Root)
Ich liefere noch mal Fotos von vor 4 Wochen nach. Als der Fön mal wieder so heftig ging, haben wir wieder einmal einen Ausflug an die Reuss bei Root / Gisikon bis nach Sins gemacht und am Tag vorher sind wir zum Urnersee geritten. Es war wunder schön und nur wenige Menschen untewegs, so dass wir ungestört am Strand entlang galoppieren und zwei kleine Zuläufe überqueren konnten.
Und hier einige Impressionen:
Urs und ich haben häufig das Gefühl, dass bei Fön die Pferde nachts nicht gut schlafen können. Sie liegen dann tagsüber häufig im Sand und dösen vor sich hin und geniessen die Sonne - auch wenn es noch stark windet.
Zwei Fotos vom Urnersee am Strandbad:
Urs und Ronny auf der Flucht vor dem Fön :-)
(Foto entstand an der Reuss in Gisikon/Root)
Samstag, 11. April 2009
Brennwald
Heute hat es uns zum Brennwald hingezogen. Er wurde uns von einem anderen Reiter empfohlen. Leider war es heute aber nicht der Hit. Wir waren warscheinlich 2 - 3 Wochen zu früh dran. Der Brennwald liegt zwischen Seelisberg und Emetten auf ca. 1000 bis 1100 Metern. Wir sind mit dem Anhänger bis nach Emetten gefahren und von dort aus auf einer super engen kleinen Landstrasse bis zum Wald hoch. Dort gab es einen kleine Parkplatz, der leider schon ziemlich besetzt war. Aber Urs seine Fahrkünste haben es ermöglicht, dass er den Anhänger mit Auto so plaziert hat, dass das Auto mit Anhang niergends im Weg stand, obwohl er etwas ungwöhnlich geparkt hatte. Urs und ich hatten irgendwie nicht damit gerechnet, dass der Fön dort noch so stark wäre und vor allem haben wir nicht mit den Schneemengen gerechnet. Die Pferde sind teilweise bis zu einem halben Meter eingesackt. Dort oben hatte der Frühling noch nicht eingesetzt. Es wirkte alles sehr trist, obwohl das Wetter ansich sehr schön gewesen wäre. Letztendlich waren wir ca. 3 Stunden unterwegs. Obwohl wir das Gefühl hatten, dass der Wald mehr hergeben würde. Es gab Stecken zum leichten bis mittleren bergan und bergab laufen und kurze ebene Strecken, die bei weniger Schnee zum Traben eingeladen hätten.Aber unter den heutigen Bedingungen waren die Pferde nicht richtig motiviert. Ronny ist zwar sein zügiges Tempo gelaufen, aber bei Mona hat man gemerkt, dass es ihr richtig gestunken hat. Sie blieb immer wieder stehen und drehte sich in die entgegengesetzte Richtung um. Ich glaube, ihr war es nicht recht, dass es niergends Gras zum Fressen gab. Deswegen gaben die Pausen für sie nichts her. Wenn wir durch den Schnee gelaufen sind, sind Urs und ich abgestiegen. Mona habe ich grösstenteils alleine laufen lassen. Sie konnte sich dann besser durch den Schnee kämpfen, als wenn ich ihr immer wieder an den Zügeln gezerrt hätte, weil sie mir zu schnell vorwärtsgelaufen wäre. Ronny hatte deutlich weniger Mühe mit dem Schnee. Aber auch er wirkte, wie schon gesagt, nicht motiviert.Wir haben jedenfalls für uns beschlossen, dass wir sicher nocheinmal zum Brennwald fahren werden, aber zu einem späteren Zeitpunkt. Fotos haben wir heute aber wieder reichlich gemacht und es sind auch wieder ein paar Lustige dabei.
Hier bin ich fast vom Pferd gefallen. Urs wollte unbedingt eine Landschaftsaufnahme mit mir drauf machen. So musste ich mich ziemlich weit seitlich legen und der Sattel kam arg ins Rutschen :-)

Urs reitet eine kleinen Steigung hoch.

Mona läuft für sich durch den Schnee.

Und wieder einmal Ronny der sich vor irgendeinem Waldgespennst versteckt. :-) Er ist einfach der Beste!
Urs reitet eine kleinen Steigung hoch.
Mona läuft für sich durch den Schnee.
Und wieder einmal Ronny der sich vor irgendeinem Waldgespennst versteckt. :-) Er ist einfach der Beste!
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